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„800 000 Euro erstritten“

Kai Bursie, SoVD-Regionalleiter. Foto: T.A

Sozialverband setzt sich für die Rechte seiner Mitglieder ein und ist auf Unser 38 aktiv.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 08.10.2014.

Braunschweig. Unser Bürgerportal Unser 38 ist eine ideale Plattform auch für Vereine. Der Sozialverband (SoVD) ist ein gutes Beispiel. Er will den Menschen zu ihrem Recht gegenüber Politik, Behörden und vor den Sozialgerichten verhelfen. Auf unserer Plattform veröffentlicht er die interessantesten Geschichten und Erfolge.

„Für rund fünf Euro im Monat kann jeder bei uns Mitglied werden“, erzählt Edda Schliephack, die sich ehrenamtlich als Vorsitzende um den Verband kümmert. Die ehemalige Landtagsabgeordnete hat sich schon immer für die Sozialpolitik stark gemacht, „da lag der Einsatz beim SoVD nach meiner Pensionierung nah“, erzählt sie.

Aus ihrer Erfahrung weiß sie gut, dass die Mühlen in der Politik mitunter besonders langsam mahlen, „aber das hat meinen Kampfgeist immer nur angespornt“, sagt die CDU-Politikerin.

Gemeinsam mit ihrem Regionalleiter Kai Bursie vertritt sie rund 5000 Menschen im Raum Braunschweig. „Im vergangenen Jahr haben gut 1000 Mitglieder bei uns Hilfe gesucht, wir konnten knapp 800 000 Euro für sie erkämpfen“, sagt Schliephack, „das ist doch wohl ein schöner Erfolg.“

„Dass so viele Menschen unsere Hilfe suchen, liegt auch an der sozialen Schieflage in unserer Gesellschaft“, erklärt Regionalleiter Kai Bursie, „denn viele Reformen – etwa in der Gesundheits- oder Arbeitsmarktpolitik – und Sparmaßnahmen treffen in erster Linie die sozial Benachteiligten. Das spüren wir in unseren Beratungsgesprächen ganz deutlich.“

Die meisten Neuanmeldungen hat der SoVD aufgrund von Krankheiten. „Die Abwärtsspirale geht sehr schnell“, weiß Bursie und erzählt von einem typischen Fall – ein Maurer leidet an chronischen Rückenschmerzen. Die Krankenkasse würde häufig versuchen, den Mann in die Rente zu bringen, die Rentenversicherung verweise dagegen gern auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. „Krankheit und Armut liegen dicht zusammen“, sagt Bursie. „Nach sechs Wochen Lohnfortzahlung gibt es nur noch 70 Prozent Krankengeld, die Wohn- und Lebenshaltungskosten bleiben aber die gleichen.“ Und da kommt sein Verband ins Spiel. „Wir haben im vergangenen Jahr Klagen gegen Rentenversicherer, Krankenkassen und Jobcenter geführt“, erzählt er.
Ähnlich kompliziert wie bei Krankheit stelle sich die Situation häufig für Schwerbehinderte dar. „Es gibt keine Begutachtung“, bemängelt Bursie, deshalb sei die Einstufung oft ungerecht. Mit dem Ergebnis, dass der SoVD gut 50 Prozent der Fälle vor Gericht gewonnen hat.

Auch auf politischer Ebene mischt sich der SoVD gern und lautstark ein. Beispielsweise mit der Initiative „Meine Pflege.“

„Das ist der Protest der Pflegebedürftigen und Pflegenden gegen eine Politik der Vertröstungen“, sagt Edda Schliephack. Infos unter www.sovd-braunschweig.de und auf unser 38.de
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2 Kommentare
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Uwe Poppe aus Braunschweig - Nordstadt | 09.10.2014 | 18:05  
Ingeborg Obi-Preuß aus Braunschweig - Innenstadt | 09.10.2014 | 18:09  
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