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19-Jähriger flüchtete aus Angst vor Abschiebung auf einen Hochspannungsmasten

Wittmar: 19-Jähriger sudanesischer Flüchtling hält Einsatzkräfte in Atem

Donnerstag, 28.07.2016, zwischen 05:00 und 08:00 Uhr. Offenbar weil seine Abschiebung nach Italien unmittelbar bevorstand, geriet ein 19-jähriger sudanesischer Flüchtling in Panik. Der in Remlingen wohnende 19-Jährige verließ die Wohnung in der Nacht gegen 02:00 Uhr und verschwand zunächst in unbekannte Richtung. Bei Tagesanbruch entdeckten ihn Freunde, die nach ihm suchten. Daraufhin erklomm er einen Hochspannungsmasten an der Bundesstraße 79 zwischen Remlingen und Wittmar. Da er drohte von dem Masten zu springen, wurden Spezialeinsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei angefordert. Zudem wurde über den Stromversorger eine Abschaltung der 110000-Volt-Leitung veranlasst. Nach langen Gesprächen mit den Höhenrettern der Feuerwehr Braunschweig und mit einem speziell geschultem Team der Polizei, konnte der 19-Jährige gegen 08:00 Uhr dazu bewogen werden, den Masten wieder herabzusteigen. Er blieb unverletzt, wurde jedoch mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus zur psychiatrischen Behandlung gebracht. Im Einsatz waren neben den Feuerwehren aus Remlingen, Semmenstedt, Schöppenstedt und Wolfenbüttel (zirka 65 Kameraden) auch die Berufsfeuerwehr aus Braunschweig, der Rettungsdienst, ein Notarzt und Notfallseelsorger sowie verschiedenste Kräfte der Polizei und Mitarbeiter des Stromversorgers Avacon. Auch die Bürgermeisterin der Samtgemeinde Elm-Asse machte sich vor Ort ein Bild von der Lage. Während der Rettungsmaßnahmen musste die Bundesstraße 79 zwischen Wittmar und Remlingen für rund vier Stunden gesperrt werden, es kam zu leichten Verkehrsbehinderungen. Zu Unterbrechungen in der Stromversorgung ist nach Aussagen der Avacon nicht gekommen.
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