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... und einen schönen Sonntag noch

Marion Korth. Foto: Nina Stiller

Gefiederte Freunde sind gierige Fresser

Erdnusskerne, ein Eimer Streufutter, Meisenknödel. Macht mal knapp 20 Euro. Der Mann vor mir an der Kasse des Tierfutterladens guckt zerknirscht und greift zum Portemonnaie. Er hat alle meine Sympathie auf seiner Seite. Ein Leidensgenosse, noch so ein armer Mensch, der nicht nur einen Vogel hat, sondern gleich massenweise davon.
So wie ich. Es hat sich als fataler Fehler erwiesen, dass ich wohlmeinend schon Anfang des Monats alle Futterhäuser und Knödelhalter nach der Sommerpause wieder in Betrieb genommen und befüllt habe. Mit erscheint es einleuchtend, die Vögel gut genährt in den Winter zu schicken und nicht erst dann zu füttern, wenn der erste Schnee liegt. Eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen und eine, mit der ich offenbar allein in Feld und Flur dastehe. Anders ist es doch nicht zu erklären, warum wir neuerdings von so großen Vogelscharen heimgesucht werden. Dem Apfelbaum scheinen über Nacht neue Blätter gewachsen zu sein, denn so sieht es von Ferne aus, wenn in seinen Ästen, wo das Futterhaus hängt, dicht an dicht die Grünfinken sitzen.
Wenn die Finken endlich gesättigt abziehen, haben die Spatzen freie Flugbahn, das große Fressen geht nahtlos weiter. Die vielen Meisen haben Mühe, zu ihrem Recht zu kommen, da wird geschimpft und gezetert. Würde es nach den Vögeln gehen, müsste ich dreimal am Tag für sie auftischen, so viel können sie verdrücken. Das finde ich jedoch übertrieben und habe die Piepmätze auf Diät gesetzt. Ohne Erfolg: Heute Morgen saß doch glatt eine Kohlmeise auf einem Ast vor dem Küchenfenster und pickte gegen die Scheibe. Ob das als Aufforderung gemeint war, weiß ich nicht, ich habe es aber so verstanden und bin ’rausgegangen – Vögel füttern …
Einen schönen Sonntag wünscht Ihnen Marion Korth!
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