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Zwischen Schönheit, Mode und Raubsauriern

Die Direktoren der drei Landesmuseen: Professor Ulrich Joger (Staatliches Naturhistorisches Museum), Professor Jochen Luckhardt (Herzog Anton Ulrich Museum) und Dr. Heike Pöppelmann (Braunschweigisches Landesmuseum). Foto: Konrad
 
etten unterschiedlichster Epochen. Foto: A. Pröhle

Die drei Landesmuseen locken auch 2018 mit attraktiven Sonderausstellungen – Das Jahr 2017 bescherte einen neuen Besucherrekord.

Von Andreas Konrad, 03.02.2018.

Braunschweig. Das kommende Museumsjahr wird viel mit Schönheit zu tun haben. Soviel kündigten die drei Direktoren der Landesmuseen, Dr. Heike Pöppelmann, Professor Jochen Luckhardt und Professor Ulrich Joger am Dienstag im Rahmen ihrer Jahrespressekonferenz bereits an. Sie wollen damit an das überaus erfolgreiche Jahr 2017 anknüpfen, das allen drei Museen neue Besucherrekorde bescherte.

„2017 war für alle äußerst erfolgreich“, sagte Gastgeber Joger in den Räumen des Naturhistorischen Museums. Mit insgesamt 212 212 Besuchern lockten die verschiedenen Sonder- und Dauerausstellungen des Naturhistorischen Museums, des Herzog Anton Ulrich-Museums und des Braunschweigischen Landesmuseums so viele Menschen wie nie zuvor in ihre Räume. „Wir setzen auf Themen, die die Menschen umtreiben“, nennt Pöppelmann einen Grund für diesen Erfolg. Damit sich dieser positive Trend auch im aktuellen Jahr fortsetzt, haben die Museumsmacher wieder neue Themen angefasst.

Naturhistorisches Museum

Das Naturhistorische Museum zeigt ab dem 14. April den größten bekannten Raubsaurier Spinosaurus im Herzen der Stadt. Die bis zu 18 Meter lange drachenähnliche Echse aus der Kreidezeit, die Tyrannosaurus rex um einige Meter Größe übertrifft, erobert im Rahmen der Sonderschau „Spinosaurus – Ein rätselhafter Riese“ den Rittersaal der Burg Dankwarderode. Da der Raum für Sonderausstellungen im Museum selbst mit 80 Quadratmetern zu klein ist und zudem wieder in einen Vogelsaal umgewandelt wird, gibt es diese Ausweichlösung. „Für 2019 ist die Situation noch offen“, so Joger, „wir suchen dringend nach Räumlichkeiten für Sonderausstellungen.“ Das Problem dabei sei die Zeitspanne von drei bis sechs Monaten. Für Hallen zu lang und für dauerhafte Mietverhältnisse zu kurz, so Joger weiter.

Herzog Anton Ulrich-Museum

Das Herzog Anton Ulrich-Museum stellt ab dem 19. April Matthäus Schwarz, Hauptbuchhalter der Augsburger Kaufmannsfamilie Fugger und Modeliebhaber, ins Rampenlicht. Die Sonderschau „En Vogue. Matthäus Schwarz – Ein Modetagebuch des 16. Jahrhunderts“ erzählt euro-päische Kulturgeschichte des 16. Jahrhunderts anhand des sogenannten „klaidungsbuechlins“ des Matthäus Schwarz, das ihn in über 100 farbigen Bildern in unterschiedlichen Kostümen zeigt. Als einflussreicher Mann wurde Schwarz unmittelbarer Zeuge historischer Ereignisse, für die er jeweils das passende Outfit parat hatte.
Die zweite Sonderausstellung des Jahres markiert gleichzeitig das Ende einer Ära im Herzog An-ton Ulrich-Museum: „Willkommen im alten Europa!“ (ab 24. Oktober) ist die letzte Sonderausstellung unter dem langjährigen Direktor Luckhardt, der sich im Januar 2019 in den Ruhestand verabschiedet. Über 100 Sonderausstellungen hat der Museumsdirektor seit seinem Amtsantritt im Jahr 1990 verantwortet, die letzte versammelt unter dem Stichwort „Europäische Leitkultur“ viele Neuerwerbungen der vergangenen 28 Jahre.

Braunschweigisches Landesmuseum

„Eva und Adam“ öffnen ab dem 22. Februar in der Sonderausstellung „Eva’s Beauty Case & Adam’s Necessaire. Schmuck und Styling im Spiegel der Zeiten“ ihre Kosmetiktaschen zum Thema „Wie werde ich schöner und perfekter?“. Schmuck und Styling gehören zur Geschichte des Menschen dazu und werden immer weiter perfektioniert. Besucher können kostbare Schmuckstücke, aufregende Frisuren oder extravagante Parfums erleben.
„Achtung Modern!“ heißt es vom 18. Oktober bis 31. März 2019. Die Ausstellung wurde in Kooperation mit der Braunschweigischen Landschaft und der TU konzipiert. Im Mittelpunkt stehen die Bauten der 1960er- und 1970er-Jahre und die damit verbundene Frage „Denkmal oder hässlicher Klotz, Abreißen oder Sanieren?“. Auch im Landesmuseum stehen perspektivisch Bauarbeiten an. Derzeit liefen noch die Planungen, Beginn sei 2019, so Pöppelmann: „Das Forum wird dann ein wunderbarer Ort mitten in der Stadt.“
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