Anzeige

„Zunächst waren die Bilder nicht als Zyklus gedacht“

Ausstellung „Himmelwärts“ mit sieben gewebten Bildkompositionen von Christina Utsch im Braunschweiger Dom.

Von André Pause, 10.07.2011

Braunschweig. „Pilgern ist die zeitgenössische Form der Spiritualität“, sagte Dompfarrer Christian Kohn mit Verweis auf das erfolgreiche Buch Hape Kerkelings im Rahmen des musikalischen Mittagsgebets, das gestern die Ausstellung „Himmelwärts“ mit sieben gewebten Bildkompositionen der Berliner Künstlerin Christina Utsch einleitete.

Das Oberthema der Werke, die bis zum 3. August im Hohen Chor des Braunschweiger Doms zu sehen sind und im Anschluss daran nach Amerika „weiterwandern“, sind die Verse des Psalms 84 im Alten Testament. Das Herstellungskonzept unterstreicht dabei die Bildaussagen des sogenannten „Pilgerpsalms“.
Aus Texten wie „Denn Gott der Herr ist Sonne und Schild, der Herr gibt Gnade und Ehre“ oder „Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar“ hat die Künstlerin Textilkompositionen entwickelt. Insgesamt sieben Jahre hat Christina Utsch daran gearbeitet, rund 150 Arbeitsstunden stecken in einem Bild. „Zunächst waren die Bilder nicht als Zyklus gedacht, das hat sich dann so ergeben“, sagte die gelernte Paramentikerin und studierte Textildesignerin während der Ausstellungseröffnung.
Die Frage, ob ihre Arbeiten nun Handwerk, Kunsthandwerk oder Kunst sind, sollten die Betrachter letztlich selbst beantworten, so die Künstlerin. Dreieinhalb Wochen haben die Besucher dazu nun die Gelegenheit.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.