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Zeitreise zu „magischen Orten“

Das Filmfest Braunschweig lud am Freitagabend zu einer kinohistorischen Stadterkundung ein.

Von Christoph Matthies, 30.10.11

Braunschweig. Kinogeschichte auf Schritt und Tritt: Zur Einstimmung auf das 25. Filmfest, das am 8. November beginnt, hatten sich die Veranstalter für den Freitagabend eine Stadtführung der besonderen Art ausgedacht.

Man braucht keinen Kinosaal, um unvergessliche gemeinsame Filmerlebnisse zu schaffen. Die Hamburger Künstlergruppe „A Wall is a Screen“ macht mit Beamer und mobilem Soundsystem mittlerweile weltweit aus Hausfassaden Kinoleinwände. Auf Einladung des Filmfestes wurde am Freitagabend auch Braunschweigs Innenstadt mit zahlreichen Kurzfilmen erleuchtet – in unmittelbarer Nachbarschaft verschiedener ehemaliger Filmpaläste.
Ende der fünfziger Jahre zählte die Stadt Braunschweig mehr als 20 eigenständige Kinos. Heute gibt es neben dem C1-Multiplex nur noch das 2009 wiedereröffnete „Universum“ in der Neuen Straße. So wurde die Stadtführung vor allem für die älteren der wohl mehr als 300 Teilnehmer zu einer nostalgischen Zeitreise. Vom einstigen „Scala“ (Kohlmarkt) führte die Route über „Capitol“ (heute: City-Hotel), „City“ (Fr.-Wilhelm-Straße), „Kaiserhof“ (Fr.-Wilhelm-Platz), „Broadway“ (Hochbunker am Kalenwall) und „Lupe“ (heute: Komödie am Altstadtmarkt) bis zum „Universum“, das 1953 als „Metro Palast“ seine Pforten öffnete. Ein Zwischenstopp wurde auf dem Eiermarkt eingelegt, wo an die Wanderlichtspiele erinnert wurde, die besonders in der Anfangszeit des Kinos von Bedeutung waren.
Neben den zehn internationalen Kurzfilmen, die vor allem komisch, gelegentlich auch experimentell daherkamen und beim Publikum in der Mehrzahl auf große Begeisterung stießen, wurde an jeder Station auch Braunschweiger (Kino-)Geschichte vermittelt. In seiner Eröffnungsrede auf dem Kohlmarkt hatte Filmfestvorstand Edgar Merkel das Kino als „magischen Ort“ gepriesen. Ein Hauch von Magie war auch bei der außergewöhnlichen Stadtführung unter dem Motto „A Wall is a Screen“ spürbar.
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