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Zauberei mit viel Bling-Bling

Die Ehrlich Brothers kamen für zwei magische Shows in die Stadthalle

Von André Pause, 29.03.2015.

Braunschweig. Mit gleich zwei Shows haben die Magier Andreas und Chris Ehrlich die Besucher in der Braunschweiger Stadthalle am Samstag in Staunen versetzt.

In manchen Fall wurde für die meisterhaft dargebotenen Illusionen ein durchaus längerer Anfahrtsweg in Kauf genommen. Ein am Kassenschalter stehendes Paar aus Bremen ist jedenfalls heilfroh, dass sich die reservierten Karten doch noch anfinden.

Dieses Paar und alle anderen Zuschauer erleben ein hochglänzendes Zauberei-Spektakel mit viel Bling-Bling und Pyrotechnik. Ob die Ehrlich-Brüder nun mit dem Motorrad aus einem iPad heraus auf die Bühne gefahren kommen, sich wie von Geisterhand durch dicke Stahlplatten bewegen, zentnerschwere Eisenbahnschienen letztlich zu einem überdimensionalen Herz verbiegen oder durch Entfesselungskunst vor der kreischenden Todessäge entkommen, fast immer sprühen die Funken.

Bei aller Effekthascherei jedoch kommen die Zauberbrüder locker und sympathisch rüber. Ihr Publikum binden sie dabei immer wieder ein. Mit Karin wird eine Münze in eine geschlossene Flasche bugsiert, der fünfjährige Tony testet mit dem Papa die einwandfreie Beschaffenheit einer Stahlplatte, Sebastian zieht und markiert die Spielkarte für einen in einer ganzen Serie von Kartentricks, die seit 41 Jahren verheirateten Bärbel und Dietmar dürfen sich von der stählernen Herzskulptur überzeugen und mit der neunjährigen Manja pflanzen die Ehrlichs einen Kern in eine Schüssel, aus der in kürzester Zeit, innerhalb von Sekunden quasi, ein Orangenbäumchen wächst. Für Zuschauer Robert zahlt sich der Besuch sogar geldlich aus, erlebt er doch, wie Christian Ehrlich – „Hammer!“ – den Wert seines Zehn-Euro-Scheins durch Falten zunächst auf fünf Euro halbiert und danach auf 50 Euro verfünffacht beziehungsweise verzehnfacht.

Begreifen kann man das nicht, was die gebürtigen Herforder da alles auf der Bühne veranstalten. Da plumpst aus einer Zeichnung plötzlich eine Bowlingkugel, ein zugerufener Ortsname (Wefensleben) wird von Handpuppe Alexandrio dem Kamel antizipiert und, und, und. Etwas arg schwülstig gerät allein der Rück- und Ausblick, bei dem die Ehrlichs das filmische Familienalbum öffnen und sich selbst in Greise verwandeln. Insgesamt aber ist die kurzweilige Show schlicht Entertainment der Spitzenklasse.

Vormerken können sich Fans der TV-erprobten Magier bereits jetzt den 16. März 2016, dann sind die Ehrlich Brothers wieder in Braunschweig zu erleben.
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