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„Wir spielen für die Kinder“

„Jazz auf der Oker“ am Sonntag (4. August) von 11 bis 14 Uhr am Café Okerterrasse.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 31.07.2013

Braunschweig. „Zum Abschied spielen wir noch einmal speziell für Kinder“, sagt Horst Popanda. Der Sprecher der Saratoga Seven Jazzband hat sich für Sonntag viel vor genommen: „Beim letzten Konzert im Café Okerterrassen hoffen wir noch einmal auf eine Rekordspendensumme.“

In 27 Jahren „Jazz auf der Oker“ hat die Band genau 116 396 Euro eingespielt, der Tagesrekord lag bei 8000 Euro. Den gilt es, jetzt zu knacken. Seit 27 Jahren präsentiert die nB das Traditions-Open-Air; nun schließt das Café Okerterrassen für immer seine Türen (wir berichteten).
Bevor wir uns auf die Suche nach einem neuen Zuhause für Jazz auf der Oker machen, wollen wir am Sonntag von 11 bis 14 Uhr gemeinsam Abschied feiern. „Es sind hohe Temperaturen angesagt“, sagt Horst Popanda, „aber ich setze darauf, dass dennoch viele Menschen zum Okerufer kommen.“ Um zehn Uhr öffnet das Café Okerterrassen, Parkstraße 11, seine Türen, es gibt noch ganz wenige Restkarten an der Tageskasse für Sitzplätze im Café.
Aber gegenüber am Okerufer ist ja genug Platz. Die „alten Hasen“ wissen das längst, kommen mit Picknickkorb und Kühltasche. Alle Braunschweiger sind zu diesem kostenlosen Oldtimejazz-Open-Air herzlich eingeladen.
Also fast kostenlos, denn in einer Spielpause kommen die Jungs von der Saratoga Seven über die Brücke und sammeln Spenden ein.
Dieses Jahr noch einmal speziell für Kinder. Die Hälfte des Geldes soll Propst Armin Kraft bekommen, der sich seit einigen Jahren im Auftrag des Oberbürgermeisters gegen Kinderarmut in Braunschweig starkmacht. Der pensionierte Propst ist ein kämpferischer Geist, er gilt als nicht gerade zimperlich, wenn es darum geht, für Kinder in Not Geld aufzutreiben. „Es gibt verzweifelte Menschen in dieser Stadt, häufig alleinerziehende Mütter, die mich anrufen und nicht weiterwissen“, erzählt er von seiner Aufgabe. Armin Kraft hat ein Netzwerk aufgebaut, mit dem er in jedem Einzelfall versucht, eine Lösung zu finden.
Der andere Teil des Geldes geht an Domprediger Joachim Hempel, der die Nothilfe an der Deutschen Kirchenschule in Addis Abeba in Äthiopien unterstützt. „Immer wieder stehen die Lehrer Schülern gegenüber, die von großen Sorgen zu Hause erzählen“, berichtet Hempel. Die Lehrer begleiten ihre Schüler dann häufig in die armseligen Hütten, in denen auch meist alleinerziehende Mütter versuchen, ihre Kinder durchzubringen. Manchmal fehlt das Geld für Babynahrung oder frisches Wasser, eine Impfung oder ein dringend benötigtes Medikament. „Nothilfe im wahrsten Sinn des Wortes“, erklärt Hempel.
Sonntag nun bietet sich die Gelegenheit, diese beiden wunderbaren Projekte zu unterstützen. Wir freuen uns auf Sie beim „Jazz auf der Oker.“
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