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„Wir sind Freunde geworden“

Regisseur Hans Petter Moland über Hauptdarsteller Stellan Skarsgård, der die „Europa“ erhält.

Von Marion Korth, 10.11.2010.

Der norwegische Filmregisseur Hans Petter Moland hat sein „Baby“ mitgebracht. Sein neuer Film „Ein Mann von Welt“ eröffnete gestern Abend das 24. Internationale Filmfest Braunschweig.

Im Gespräch am Nachmittag scheint er fast über sich selbst überrascht zu sein, so redselig ist er. „Das war doch jetzt eine lange Antwort auf die kurze Frage, oder?“ sagt er und lacht. Die Halspastillen hat er griffbereit neben seine Kaffeetasse gelegt, eigentlich würde er jetzt auch gern eine Zigarettenpause machen. Weil das aber gerade unpassend ist, holt er etwas „typisch Skandinavisches“ aus der Tasche: „Snus“, Kautabak.
Moland hört aufmerksam zu, überlegt sorgfältig, bevor er antwortet und überrascht immer wieder mit trockenem Humor. Eine „Comedy“ ist sein Film, auch wenn die Deutschen vielleicht mal an einer Stelle lachen, an der das von ihm gar nicht beabsichtigt war. Etwas zum Lachen werden sie in jedem Fall haben, verspricht er. Humor ist wichtig, aber: „Ich mag keinen kaltherzigen Humor“. Damit meint er, nur über andere zu lachen, nicht aber über sich selbst.
Nein, wenn er ehrlich ist, von Braunschweig oder dem Filmfest hat er zuvor nie gehört, freut sich jetzt aber hier zu sein. „Deutschland ist ein großes Land, deshalb ist es wichtig, den Film zu präsentieren.“ Er wünscht sich schon auch den kommerziellen Erfolg, aber es sei mindestens ebenso wichtig, eine Geschichte zu erzählen. Das sei vielleicht der größte Unterschied zu den großen Filmproduktionen aus den USA.
Stellan Skarsgård ist in Molands Film der „Mann von Welt“. In Braunschweig wird er mit der „Europa“, der höchsten Auszeichnung des Festivals, für seine darstellerische Leistung ausgezeichnet. Moland hat schon drei Filme mit ihm gedreht. „Wir sind wirklich Freunde geworden. Er ist einer der besten Schauspieler der Welt und das sage ich nicht, weil er bei mir mitgespielt hat.“ Unkompliziert sei Skarsgård, loyal gegenüber dem Projekt, engagiert in der Arbeit, ein Teamplayer. Ihm gehe es ebenso wie Moland darum, die Tiefe der Szenen auszuloten und das Beste daraus zu machen.
• Der Film wird ein zweites Mal am Sonntag (14. November), 11 Uhr, im C1 gezeigt. Als Gast wird Stellan Skarsgård erwartet.
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