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„Wir holen ein bisschen Hollywood nach Braunschweig“

Von Birte Probst

Braunschweig. „Hier ist noch ein Packen“, sagt Michael Schacke und
drückt Christian Eitner einen dicken Stapel Orchester-Noten in die Hände.
Nur noch zwei Wochen bis zum Konzert – die kreativen Köpfe denken an fast nichts anderes mehr als an „Pop meets Classic“.

Ein wenig müde sehen die beiden aus. „Ich habe wirklich schlaflose Nächte und träume davon“, sagt Eitner. Kein Wunder, seit vier Wochen schuften er und Schacke fast ausschließlich fürs Konzert. Besetzungsliste, Probenpläne, Ticketverwaltung – „Wir sind beim zweiten Mal entspannter, aber es herrscht nach wie vor ein ernstzunehmender Druck.“
Eitner und Schacke kennen sich seit 16 Jahren. Sie sind nicht nur Geschäftskollegen, sie sind auch Freunde. „Wir stehen total auf Teams“, sagen die beiden. Klar, dass sich Schacke als Veranstalter sowie Geschäftsführer der Konzertagentur Undercover Entertainment und Eitner als musikalischer Leiter schnell einig waren. „Wir haben die Idee schon immer gehabt, und im vergangenen Jahr haben wir das Projekt endlich auf die Beine gestellt“, sagt Schacke.
Ein Mammut-Projekt. Bis zu 6000 Menschen (über 4000 Tickets sind schon weg) im Publikum und 200 Menschen auf der Bühne – das bedeute detaillierte Planung, perfekte Vorbereitung, zahlreiche technische Hürden. Jeder Handgriff muss sitzen, jeder Stecker, jedes Mikro und jede Lampe an der richtigen Stelle sein. „Wir wollen, dass es noch geiler wird als letztes Mal“, schwärmt Schacke. „Größer, spektakulärer und voller“ soll die Show in der VW-Halle wirken, dafür hat Undercover einen Tonmeister aus der ersten Liga verpflichtet.
Zwei Sattelschlepper transportieren zudem das Equipment zur VW-Halle, 50 Experten bauen die riesige Bühne auf. „Es ist die größte Bühne, die je in der VW-Halle stand“, sagt Eitner. Nicht einmal David Copperfield könne da mithalten. Abgerundet werde die Show mit einer von Vollprofis designten Lichttechnik. „Wir holen ein bisschen Hollywood nach Braunschweig.“
200 Künstler muss Eitner koordinieren, minutiös und punktgenau. „Die letzten Orchester-Noten kleckern jetzt ein, es fehlen nur noch zwei Titel“, sagt der musikalische Leiter. Ein bisschen knapp ist er dran. „Aber es wäre auch komisch, alle Titel schon acht Wochen vorher fertig zu haben.“
Inzwischen haben sich die Vorbereitungen zu einem Rund-um-die-Uhr-Job ausgewachsen. Alle musikalischen Fäden laufen bei Eitner zusammen, er gibt Klang- und Zielvorgaben, zwei Arrangeure schreiben die Partituren für das 85-Mann-Orchester. „Sieben Druckerpatronen sind für die Noten im vergangenen Jahr draufgegangen“, zählt Eitner.
Aus den Partituren erstellt er nun Playback-Demos am Computer und reicht sie an die einzelnen Solisten weiter. „Wir bleiben nah am Original, deswegen ist es für die Künstler nicht ganz so schwer.“ Durch das Zusammenspiel mit dem Orchester ergebe sich aber ein unglaubliches Hörerlebnis.
Eitner und Schacke haben alle Register gezogen. Sie freuen sich selbst riesig aufs Event und wollen, dass es ein „Abend nur für Braunschweig“ wird.
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