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Wie eine Kreuzfahrt an Land

Knapp 2000 Besucher bei der Jazz & Blues Party 2011 in der Stadthalle.

Von Andre Pause, 16.01.11

Braunschweig. Von 20 Uhr bis weit nach Mitternacht lieferten Topakteure ihres Genres bei der Jazz & Blues Party am Freitagabend in der Stadthalle den knapp 2000 Besuchern gleich auf drei Bühnen beste Unterhaltung.

Im Foyer, im Großen Saal sowie im Foyer des Kleinen Saals gaben sich dabei mehr als ein Dutzend Bands die sprichwörtliche Klinke in die Hand. Den Auftakt machten, neben der TU-Bigband, Les Belles Du Swing aus Berlin. Die sechs Damen präsentierten ihre Eigenkompositionen, sorgten aber auch mit neu vertexteten bekannten Stücken für Bewegung vor der Bühne im Foyer. Wer von diesem Auftritt mal eben in den Großen Saal zu dem des Pink Turtle Orchestras wechseln wollte, musste zunächst ein wenig Geduld mitbringen. Der Zutritt zu diesem bestuhlten Konzerthöhepunkt – sowie zu den Darbietungen der zwei weiteren Haupt-Acts – war nur in den Klatschpausen und ohne Getränke möglich, was zunächst für betretene Gesichter und vorübergehende Warteschlangen vor den Eingängen sorgte. Die sieben Pink Turtle-Musiker verbanden Pop mit Swing und sorgten mit neuen Arrangements von Songs wie „Hotel California“ oder „Born to be alive“ immer wieder für Szenenapplaus aus den vollbesetzten Reihen. Der zweite Haupt-Act des Abends, die Barrelhouse Jazzband, hatte da einen schwereren Stand. Zwar überzeugte die Gruppe aus Frankfurt musikalisch durchaus, vermochte den gesamten Raum akustisch jedoch nicht zu füllen, was eine erhöhte Fluktuation des Saalpublikums zur Folge hatte. „Ist es so voll oder so schlecht?“, fragte eine Dame mittleren Alters in die ihr entgegenschwappende Fluchtwelle. Einige statteten daraufhin, angezogen durch sanften Bossanova, der Band Careena einen Besuch ab. Motownhead aus den Niederlanden sorgte im Großen Saal schließlich für eine rasante Reise in die Soulwelt. Wähnte man sich – suggeriert durch den hohen Altersdurchschnitt des Publikums – eben noch auf einer gemächlichen Kreuzfahrt, rissen die Musiker die Zuschauer mit Motown-Hits der 60er und 70er Jahre fast von den Stühlen. Die gab es im Foyer ohnehin nicht. Dort zog die Musik von Bobbin’B mit einer Melange aus Swing, Rockabilly und Pop vor allem die jüngeren Besucher an, bevor der slowakische Jazz- und Blues-Sänger Peter Lipa an gleicher Stelle den Schlusspunkt setzte.
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