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Wie bestellt: Sonniges Saratoga-Wetter

Wochenend und Sonnenschein auch beim 26. Jazz auf der Oker – 7115 Euro für einen guten Zweck eingespielt.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 14.08.2011.

Braunschweig. „I’ve found a new Baby“: Von Weitem schon sind die Klänge der Saratoga Seven zu hören, das Floß mit den Musikern kommt langsam um die letzte Biegung der Oker – und die Sonne strahlt. Saratogawetter. Auch im 26. Jahr steht Jazz auf der Oker für den perfekten Sommertag.

„Heute morgen haben wir erst ziemlich besorgt zum Himmel geschaut“, sagt Harald Montag, Bandleader der Saratoga Seven, „aber jetzt ist alles wunderbar.“ Die dunklen Wolken hatten sich pünktlich verzogen, die Sonne strahlte und die Menschen im Café Okerterrassen und auf dem gegenüberliegenden Ufer empfingen „ihre“ Saratoga klatschend, pfeifend und jubelnd. Rund 1500 Menschen waren gekommen, etwas weniger als in den Jahren zuvor bei sehr schönem Wetter, aber Okerufer und Café waren von Beginn an gut gefüllt.
Die Menschen im Café ließen sich Erbsensuppe, Würstchen, Kaffee und Kuchen schmecken, die Besucher am Okerufer packten ihre eigenen Sachen aus und dekorierten sie liebevoll auf Decken und Tellern: Kartoffelsalat, Bulette, Prosecco und mehr. Viele sind echte Picknick-Profis geworden über die Jahre.
„We shall not be moved“, „Georgia on my mind“, „Down by the Riverside“ – drei Stunden lang spielten Harald, Bernhard, Kuno, Klaus, Mike, Joe, Jens und Matthias Klassiker des Oldtime-Jazz. Wie seit 26 Jahren. Und ebenfalls seit 26 Jahren wird in der zweiten Spielpause Geld für einen guten Zweck gesammelt.
7115 Euro haben die Menschen am Sonntag gespendet. Das Jazz-auf-der-Oker-Team – die Saratoga Seven, die neue Braunschweiger und das Café Okerterrassen – waren sich schnell einig: Die Situation der Menschen am Horn von Afrika hat alle berührt. Zwei Drittel der Spenden gehen an die Katastrophenhilfe der Diakonie für die Menschen in den Dürregebieten Ostafrikas.
„Wir gehören mit unseren Partnern vor Ort zu den ganz wenigen Organisationen, die noch direkt im Krisengebiet arbeiten können“, sagte Pfarrer Jürgen Lausch von der Katastrophenhilfe, „und ich verspreche Ihnen, dass jeder einzelne Euro bei den Menschen ankommt.“
Den anderen Teil des Spendengeldes erhält der Förderverein der Diakonie. „Wir unterstützen die Diakoniestation in ihrer Arbeit für alte und pflegebedürftige Menschen“, sagte Vorsitzender Harald Dube. „Nichtabrechenbare Leistungen“ heißt das im Amtsdeutsch, „es geht dabei vor allem darum, einfach mehr Zeit für die zu versorgenden Menschen zu haben“, erklärt Dube. Dafür finanziert der Verein zusätzliche Kräfte.
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