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Was lange währt, wird gut

Umbau des Herzog-Anton-Ulrich-Museums

. Von Martina Jurk, 21.10.2012

Braunschweig. Es geht endlich weiter mit dem Umbau des Herzog-Anton-Ulrich-Museums. Der Haushaltsausschuss des niedersächsischen Landtags bewilligte vier Millionen Euro mehr.

Die endgültige Fertigstellung des Hauses verzögert sich gegenüber der ursprünglichen Planung um zwei Jahre – bis 2016. Baubeginn soll im Frühsommer 2013 sein. Nach der Fertigstellung des Erweiterungsbaus im Jahr 2009 verhinderte ein Wasserschaden zunächst die Fortführung der Bauarbeiten. Ein Beweissicherungsverfahren wurde eingeleitet.
Insgesamt wird das Projekt am Ende 29 Millionen Euro verschlungen haben – finanziert vom Land Niedersachsen. Darin enthalten sind qualitative Verbesserungen wie klimatisierte Ausstellungsräume, die anfangs nicht geplant waren.
Vier Millionen Euro mehr bewilligte in der vergangenen Woche der Haushaltsausschuss des niedersächsischen Landtags für den Umbau des Herzog-Anton-Ulrich-Museums. Die endgültige Fertigstellung des Hauses verzögert sich um zwei Jahre – bis 2016.
Damit wäre dann ein 17 Jahre andauernder „Leidensweg“ beendet. Was ist in dieser Zeit geschehen? Nach jahrzehntelangem Sanierungsstau erfolgte 1999 die erste Bauanmeldung. 22 Millionen Euro Kosten wurden veranschlagt und für zu teuer befunden. Das Projekt wurde verschoben. „Nach der Haushaltskonsolidierung sind 2007 die Pläne wieder aufgenommen worden“, sagt Wissenschafts- und Kulturministerin Professor Dr. Johanna Wanka. Kosten nach der Überarbeitung der Pläne: 25 Millionen Euro. Als der neue Erweiterungsbau 2009 fertig war, wurde Anfang 2010 ein Wasserschaden festgestellt. Ein Beweissicherungsverfahren gegen die Baufirma wurde eingeleitet, bei dem der Ist-Zustand durch ein gerichtliches Gutachten festgehalten wurde.
Im März 2011 konnte das Depot gesichert werden, in das die Kunstwerke des Museums verlagert wurden.
Nach der Überarbeitung der Pläne für den Altbau wurden grundlegende Schwachstellen ausgemacht. Um diese beseitigen zu können, musste nochmals Geld in die Hand genommen werden. „In diesem Zusammenhang äußerte das Museum auch Wünsche nach einer besseren Ausstattung, unter anderem klimatisierter Ausstellungsräume. Das ist nachvollziehbar und unabdingbar für internationale Leihgaben“, erklärt Johanna Wanka. Die Gesamtkosten belaufen sich damit auf insgesamt 29 Millionen Euro, die das Land Niedersachsen zur Verfügung stellt. Nach der Überarbeitung werden neu sein die Erfüllung aller Brandschutzauflagen, klimatisierte Einlässe für Ausstellungsvitrinen und Sicherungsanlagen.
Wie geht es weiter? Baubeginn soll im Frühsommer 2013 sein – Ende geplant für April/Mai 2015. Besucher werden Gelegenheit bekommen, das Gebäude nach Umbauende in Augenschein zu nehmen. Danach wird eingerichtet. Ausstellungseröffnung ist für Ende 2015 geplant. Bis 2016 sollen 900 Quadratmeter Ausstellungsfläche in klimatisierten Räumen im Erdgeschoss für Sonderausstellungen geschaffen werden. „Wir haben mehr Geld erkämpft für mehr Qualität“, freut sich die Ministerin, die sich nach eigener Aussage persönlich für die Bereitstellung der zusätzlichen Mittel eingesetzt habe.
„Bis zum Abschluss der Umbauarbeiten sollen die Museumsschätze an anderer Stelle gezeigt werden“, so Museumsdirektor Professor Dr. Jochen Luckhardt. Das Herzog-Anton-Ulrich-Museum beteiligt sich unter anderem an der Ausstellung „Die Ringe des Königs“ in der Burg Dankwarderode und an der Landesausstellung „Roms vergessener Feldzug“ im Landesmuseum. Für 2014 sind Veranstaltungen zum 300-jährigen Todestag Herzog Anton Ulrichs geplant. Im neuen Museumskomplex gibt es dann insgesamt 4500 Quadratmeter und damit 800 Quadratmeter mehr Ausstellungsfläche.
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