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Von der Schwierigkeit und dem Glück des Zwischenmenschlichen

Drei Tanzstücke zum Thema „Beziehungen“ hatten Premiere im Kleinen Haus des Staatstheaters

Von Jens Radulovic

Braunschweig. „Beziehungen“ heißt die Komposition aus Tanzstücken von Krisztina Pasztory, Mauro de Candia und Alessandro Pereira, die im Kleinen Haus des Staatstheaters ihre Premiere erlebte. Sie nahmen sich damit eines höchst komplexen Themas an, das leicht ganze Bücher füllt.

In „Le jour de l‘ouverture“ setzt sich Pasztory auf eine stark erzählende Art mit der Situation einer klassischen Dreiecksbeziehung auseinander. Die Intimität eines Paares wird durch das voyeuristischen Verlangen eines Dritten gestört. Die Partner gehen unterschiedlich mit dem Eindringling um: Sie kokettiert mit dem Fremden und stößt ihn schließlich, als er sich ihr öffnet, weg, ihr Partner begegnet dem Rivalen mit offener Aggression. Am Ende bleiben alle Beteiligten beschädigt zurück.
Pereira mit „Absent“ und de Candia mit „Entrelacs“ wählen abstraktere Choreographien. Die Themen, die Begegnung mit dem Fremden (Entrelacs) sowie die Sehnsucht nach der Liebe (Absent) eröffnen sich dem Betrachter nicht so offensichtlich, lassen dafür aber mehr Platz für das Spiel mit optischen Reizen.
Vor allem Pereira verlangt seinen Tänzern bei seinen rauschhaften Gruppenkompositionen viel ab. Zur Begeisterung der etwa 250 Premierengäste meisterten alle Darsteller ihre Rollen souverän.
Weitere Aufführungen am 6., 9. und 15. Mai. Karten telefonisch unter 123 45 67.
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