Anzeige

Viel Lob für den Theaterchef

Generalintendant Joachim Klement mit der niedersächsischen Kulturministerin Dr. Gabriele Heinen-Kljajic (links) und Kulturdezernentin Dr. Anja Hesse. Foto: Thomas Ammerpohl

Joachim Klement bleibt weitere fünf Jahre.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 22.09.2013

Braunschweig. Der Verwaltungsausschuss hat den Vertrag von Joachim Klement um fünf Jahre verlängert. Der Generalintendant des Staatstheaters bleibt demnach bis 2020 im Amt.
Lob gab es bei der Verkündung dieser Entscheidung ohne Ende. Kulturministerin Dr. Gabriele Heinen-Kljajic und Kulturdezernentin Dr. Anja Hesse äußerten sich über die Arbeit von Joachim Klement durchweg positiv.

„Er hat dafür gesorgt, dass die Arbeit des Staatstheaters auch in den überregionalen Medien wahrgenommen wird“, sagte Heinen-Kljajic. Er habe innovative Formate wie „Fast Forward“ auf den Weg gebracht und damit internationale Diskurse über Theater nach Braunschweig geholt. Das Format „Theaterfieber“ sei inzwischen bundesweit beispielgebend, betonte die Ministerin. Auch die interkulturelle Themenwoche, in der besonders Migranten angesprochen würden, sei etwas ganz Besonderes.
„Ein guter Tag für Braunschweig“, freute sich Anja Hesse, „Joachim Klement steht mit beiden Beinen und seinem Herzen in der Stadt und der Region.“ Allein das Transparent zum Eintrachtaufstieg vor dem Großen Haus habe gezeigt, wie sehr Joachim Klement inzwischen hier angekommen sei.
Gleichzeitig würde er immer wieder über den berühmten Tellerrand hinausschauen, der jüngste Opernpreis sei da ein gutes Beispiel. „Er macht seine Arbeit ganz unaufgeregt, aber mit großem Output“, sagt Hesse und lobte besonders auch die Zusammenarbeit zum Themenjahr 1913. Es spreche sehr für Joachim Klement, dass er sich für ein Thema so einbringen und in eine planerische Gruppe so einfügen könne.
Joachim Klement, der seit drei Jahren in Braunschweig im Amt ist, sprach aus seiner Erfahrung auch an anderen Theatern davon, dass es die ersten drei Jahre dauere, „bis man halbwegs angekommen ist in der Stadt und der Region.“ Mit großer Fantasie und „entfesselter Produktivität“ wollen er und sein Team weiterarbeiten. Er dankte allen Mitarbeitern, „die den Weg des zusätzlichen Engagements mitgehen.“
Kontinuität sei ein wesentlicher Faktor in der Theaterarbeit, viele Dinge bräuchten einfach Zeit. So konnte er jetzt Kontakte zum Theater in Rumänien erweitern und damit Themen nach Braunschweig holen, die bewegten. „Wir haben einen Zuzug von Migranten, die hier in der Altenpflege arbeiten, gleichzeitig haben wir dadurch EU-Waisenkinder“, erzählte er von Eltern in Rumänien, die ihre Kinder bei Großeltern oder Bekannten unterbringen, um in Deutschland Geld verdienen zu können. Für Klement auf jeden Fall ein Thema für die Bühne.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.