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Verbindungsgang wird für alle geöffnet

Neue Baupläne: Burg und Dom kommen sich noch ein bisschen näher

Von Marion Korth

Braunschweig. Ein Gang verbindet Burg und Dom. Doch bislang war der Brückenschlag rein architektonischer Art, der Gang der Bevölkerung nicht frei zugänglich. Das soll sich jetzt ändern. „Der Verbindungsgang wird hergerichtet und wieder begehbar gemacht“, kündigte Domprediger Joachim Hempel an.

Diesen Durchgang habe es für die Öffentlichkeit dauerhaft in 800 Jahren noch nie gegeben. Damit soll die mittelalterliche Sammlung des Herzog-Anton-Ulrich-Museums in der Burg, in der sich auch Dauerleihgaben aus dem Dom befinden, auf einzigartige Weise mit dem Kirchenbau verknüpft werden. Im Dom selbst wird im nördlichen Querschiff ein Balustradengang mit Treppe errichtet. „Von dem aus bietet sich Besuchern ein optischer Eindruck, wie ihn auch Heinrich der Löwe oder Kaiser Otto gehabt haben“, sagte Hempel. Die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz unterstützt die Baumaßnahmen mit 40 000 Euro. Im vergangenen Jahr war die Fachwerkkonstruktion des Ganges saniert worden, die durch eindringendes Wasser Schaden genommen hatte.
Fortgesetzt werden Untersuchung und Konservierung der mittelalterlichen Malereien im Dom. Vom 12. Januar an werden die Experten das nördliche Querhaus untersuchen. Die Dombaustiftung gibt für die Restaurierung 100 000 Euro. Auch für das Jahr 2010 gibt es Baupläne: Dann wird der hohe Chor komplett eingerüstet.

Der Dom wird sich mit einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm am Kaiserjahr 2009 beteiligen. Bei den Vorbereitungen dafür ist Erstaunliches herausgekommen: „Der Thomanerchor ist 1212 von Kaiser Otto gegründet worden, das wussten wir bislang auch nicht“, sagte Domprediger Joachim Hempel. Für ihn ist klar, dass die Thomaner ein Konzert im Dom geben müssen. Sie seien bereits eingeladen worden, ein Termin steht aber noch nicht.
Mit einem neuen Informations-Leitsystem stellt sich der Dom auf Besucher im Otto-Jahr ein. Die Schaukästen aus den 1960er Jahren seien dann doch nicht mehr zeitgemäß, meinte Hempel. Er freut sich darüber, dass der Glaskubus, im Jahr der Wissenschaft auf dem Domplatz aufgebaut, dort dauerhaft einen Platz erhalten soll. Zunächst war geplant gewesen, den Kubus vor dem Haus der Wissenschaft aufzubauen. Auf Initiative der Stadtmarketing Braunschweig GmbH soll er nun gemeinsam mit dem Dom genutzt werden. Hempel hat schon Pläne für die „gläserne Außenstelle“: „Vielleicht können wir Domherrenpunsch auf dem nächsten Weihnachtsmarkt anbieten.“
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