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Unternehmen aus persönlicher Sicht

Gemeinsamer Auftritt zum Aufwärmen: (v. l.) Jan Kekeritz (Volkswagen Financial Services AG), der spätere Gewinner Sebastian Heise (Öffentliche Versicherung), Annika Petersohn (BS-Energy) und Chris Burstein (ESE Engineering und Software-Entwicklung GmbH). Foto: André Pause

Der erste Best-Choice-Slam im Haus der Wissenschaft bot dem Publikum einen launigen Abend.

Von André Pause, 17.05.2016.

Braunschweig. Es gibt Unternehmen oder gar ganze Branchen, die verströmen in der öffentlichen Wahrnehmung einfach nicht pausenlos Glanz und Glamour. Versicherungen beispielsweise werden – zu Recht oder zu Unrecht sei dahingestellt – mit einer gewissen Steifigkeit konnotiert. Diese Form der Strenge mag manch jungen Menschen und eigentlich geeigneten Bewerber um einen Arbeitsplatz dazu veranlassen zu denken: Freunde, bei euch passe ich doch bestimmt nicht rein. Der Best-Choice-Slam, der jetzt das erste Mal im vollbesetzten Haus der Wissenschaft ausgetragen wurde und namentlich an die gleichnamige Initiative des Stadtmarketings angelehnt ist, soll heimischen Unternehmen künftig die Möglichkeit zu einer modernen Form der Unternehmenspräsentation geben, die mit Vorurteilen aufräumt und auf unterhaltsame Weise das Interesse potenzieller Arbeitnehmer weckt.

Nach dem Vorbild des erfolgreichen Science-Slams, der die Vortragsweise des Poetry-Slams mit wissenschaftlicher Wissensvermittlung verbindet, treten hier Mitarbeiter verschiedener Unternehmen mit zehnminütigen Impulsvorträgen im Wettbewerb gegeneinander an. Was die Präsentationen anbelangt, sind der Kreativität, wie es gerne heißt, keine Grenzen gesetzt.
Den Anfang bei diesem ungewöhnlichen Recruiting- und Karriere-Format machten, von Staatstheaterschauspieler Sven Hönig in Workshops auf ihren Auftritt vorbereitet, Sebastian Heise (Öffentliche Versicherung Braunschweig), Annika Petersohn (BS-Energy), Jan Kekeritz (Volkswagen Financial Services AG) und Chris Burstein (ESE Engineering und Software-Entwicklung GmbH).

Nach einer gemeinsamen Performance, bei der sich jeder Teilnehmer aus dem Publikum heraus selbst vorstellte, und bei der die Vorzüge Braunschweigs als Stadt zum Arbeiten und Leben hervorgehoben wurden, ging es um die Wurst. Reizvoll bei dieser ersten Auflage des Slams: Die Teilnehmer waren vom Typ so verschieden wie die jeweilige Herangehensweise auf der Bühne. Wo Kekeritz sich als quirliger Weltverbesserer „Keke“ präsentierte, der die Mobilität des 21. Jahrhunderts verändern möchte, verlas Burstein das Märchen von der Magie der Softwareentwicklung. Wo Petersohn kabarettistisch ein Worst-Case-Szenario ohne Stadtwerke heraufbeschwor: kein Strom, kein Wasser und so weiter, unterhielt der spätere Sieger Sebastian Heise mit einem Mix aus feinironischer Spiegelung der Vorurteile des Versicherungswesens und launigen Ausführungen zur fiktiven Gründungsgeschichte seines Arbeitgebers, die es ohne den Pflaumenmusbrand bei Bauer Wrede im Jahr 1743 angeblich nie gegeben hätte.

Fazit: Der erste Best-Choice-Slam war auch für Besucher, die nicht auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber sind, eine unterhaltsame Angelegenheit. Bleibt zu wünschen, dass sich beim nächsten Mal noch mehr Partner der Initiative zur Teilnahme durchringen können.
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