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Tief nach der Expo überwunden

Studie belegt: Braunschweig, Wolfsburg und Wolfenbüttel profitieren vom Städtetourismus

Von Birgit Leute, 25.07.2010

Braunschweig. Stadt der Wissenschaft, Schlossarkaden, Ottojahr – Braunschweig ist als Reiseziel attraktiv geworden. Dies zumindest belegt eine Studie der dwif-Consulting GmbH, die die Stadt in Auftrag gegeben hat.

20 Prozent mehr Übernachtungen, rund neun Prozent mehr Tagestouristen in den vergangenen fünf Jahren – von den 22 untersuchten niedersächsischen Städten liegen Braunschweig, aber auch Wolfsburg über dem Wachstumsdurchschnitt. „Der Einbruch nach der Expo ist überwunden“, zeigt sich Gerold Leppa, Geschäftsführer der Stadtmarketing GmbH, zufrieden.
Im vergangenen Jahr erwirtschaftete der Tourismus eine Bruttoumsatz von rund
600 Millionen Euro, der Löwenanteil davon kam dem Einzelhandel zugute. „Tagesgäste spielen eine wichtige Rolle in Braunschweig. Sie kommen zum Shoppen hierher, für Verwandtenbesuche. Das geht zum Teil zu Lasten der Hotellerie, doch auch hier ist der Trend ausbaufähig“, deutet Lars Bengsch von dwif-Consulting die Zahlen. Grund für diesen Anstieg sind nicht nur die Themenjahre wie „Stadt der Wissenschaft“ und das „Ottojahr“. Braunschweig profitiert auch von der steigenden Attraktivität Wolfsburgs. „Die Autostadt, das Phaeno oder Movimentos haben die Übernachtungszahlen nach oben schnellen lassen, so dass wir trotz steigender Bettenzahl auf das Umland ausweichen müssen“, sagt Joachim Schingale vom Wolfsburger Stadtmarketing. Geschäftsreisende, die in Wolfenbüttel übernachteten, führen dagegen durchaus auch mal zum Shoppen in die Löwenstadt, gab Björn Reckewell vom dortigen Stadtmarketing an.
Sie alle setzen für die Zukunft auf eine noch bessere Verknüpfung der Region. „Wenn wir Touristen länger als nur einen Tag halten wollen, müssen wir mehr anbieten als nur eine Stadt“, gibt Schingale zu bedenken. Leppa sieht in dem Erfolg der vergangenen Jahre auch eine Bestätigung für die Arbeit der Stadtmarketinggesellschaften: „Oft wird uns vorgeworfen, wir machten nur bunte Broschüren, doch die regionale und überregionale Werbung rentiert sich: Von den letztjährigen Einnahmen aus dem Tourismus flossen rund zwölf Millionen Euro in die Kasse der Kommune.“
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