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Stehende Ovationen bei Busch

Riesenspaß bei Zirkus Busch: Besucher und Clowns gemeinsam in der Manege (Foto: Silvia Herden)

Zirkuspremiere am Freitag begeisterte die Zuschauer im Zelt an der Hamburger Straße.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 20.10.2013

Braunschweig. Der Funke springt schnell über – und hält. Nach fast drei Stunden stehen die Menschen im Zirkusrund, applaudieren und wollen einfach nicht gehen. Begeisterung pur bei Zirkus Busch.

„Guck mal, drei Elefanten“, kichert Niko (10) neben mir; das ist ein bisschen frech, denn es sind nur zwei indische Elefantendamen und ihr Dompteur Manuel Wille-Busch – zugegeben ein ausgesprochen kräftiger Mann. Schon vor der Zirkuspremiere hat es Diskussionen um die Elefanten gegeben (siehe Kasten links). Was bleibt, ist der Eindruck, dass Elefanten im Zirkus wirklich nichts mehr zu suchen haben. Diese hier wirken nicht besonders fröhlich, aber wer kann das schon sicher sagen? Und warum man ihnen – wie hier – die Fußnägel lackiert, bleibt Geheimnis.
Auch die Tigernummer holt die Tierschützer auf den Plan. Und ob bengalische Tiger in einem Zirkus artgerecht gehalten werden können, ist zu bezweifeln und kann hier nicht geklärt werden. Wie aber Carmen Zander die Großkatzen präsentiert, ist eindrucksvoll. Mit Witz, Charme und hohem Einsatz lockt und dirigiert sie die riesigen Wildkatzen. Atemberaubend.
Und auch sonst ist die Busch-Premiere restlos gelungen. Die Tony Tonito Clowns sind keine poetischen Feingeister, sondern so doof, dass sich die Zuschauer vor Lachen biegen und auf die Schenkel schlagen. Ganz besonders dann, wenn sich fünf Gäste zum Affen machen – Schadenfreude kommt besonders gut.
Die Artisten bei Busch sind Weltklasse. Eric Munoz beispielsweise ist ein spanischer Tempojongleur, der brennende Fackeln in unerhörtem Tempo durch die Luft wirft und sicher fängt, gemeinsam mit seinem Bruder Jose kugelt er durch die Manege, über und unter einem Tisch entlang – Akrobatik auf höchstem Niveau, witzig und charmant präsentiert. Ein besonderes Highlight ist auch Alexandra Gerbey, die so schön an Tüchern durch die Luft schwebt, dass es Niko ein „Sieht aus wie ein Engel“ entlockt. Sie kann ihren Körper unerhört biegen, und dazu singt die ausgebildete Opernsängerin so gut, dass sie ohne Probleme auch am Staatstheater anheuern könnte. Winzige Ponys, Kamele, Lamas und schöne Araberpferde gibt es auch noch zu sehen. Zirkus Busch ist noch bis zum 28. Oktober in der Stadt. Der Besuch lohnt sich unbedingt.
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