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Sommer, Sonne, Saratoga

Der Fanklub der Saratoga Seven ist wie immer dabei: Auch morgen wieder ab 11 Uhr am Steigenberger an der Nimesstraße, wenn es zum 30. Mal heißt: Jazz auf der Oker. Von 11 bis 14 Uhr sind alle Jazzfreunde eingeladen, vorbeizukommen. Archivfoto: Ammerpohl
 
Armin Kraft. Foto: T.A.

Eine Erfolgsstory: 30 Jahre Jazz auf der Oker, mehr als 130 000 Euro für den guten Zweck.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 01.08.2015.

Braunschweig. Morgen ab 11 Uhr feiern wir den 30. Jazz auf der Oker. Und Sie sind herzlich eingeladen.

Hochsommerliches Wetter ist angesagt, die Saratoga Jazz Band hat wieder ein fröhliches Programm zusammengestellt – alle Zutaten für einen wunderbaren Sonntag stehen bereit.

Bereits im vergangenen Jahr sind wir mit der Open-Air-Veranstaltung vom Café Okerterrassen zum Steigenberger Hotel gezogen, und auch das neue Ambiente passt perfekt. Die Plätze auf der Hotelterrasse wurden über Eintrittskarten verkauft (auch dieses Geld fließt in die Spendensumme.) Wichtig: Die Eintrittskarten sind keine Platzkarten. Wer also mit mehreren Menschen zusammensitzen möchte, sollte frühzeitig kommen.

Für alle anderen steht wie immer das Okerufer offen. Manche Profis sind seit 30 Jahren dabei, viele bringen Picknickkorb, Kartoffelsalat, Sekt und vieles mehr mit. Wer kein Picknick mehr vorbereiten möchte, kommt einfach so vorbei, am Steigenberger stehen Wagen, die Essen und Getränke verkaufen.
Und in der Pause wird – wie seit 30 Jahren – Spendengeld gesammelt.

Für Kinder und Jugendliche in Braunschweig soll beim Okerjazz gesammelt werden. Zwei Projekte haben wir ausgesucht, für die wir um Spenden bitten. Und wir garantieren, dass jeder Cent ankommt.

Gegen Kinderarmut in BS

„Warum denn Armin Kraft schon wieder? Der hat doch schon so viel“ – solche oder ähnliche Sätze hört der ehemalige Propst häufig. Aber er wird nicht müde zu erklären, warum „sein“ Braunschweiger Fonds auch nach neun Jahren noch längst nicht überflüssig geworden ist. „Wir haben viel erreicht“, zieht er eine Bilanz, „Schulessen, Schulmaterialien und die Teilnahme an Klassenfahrten kann der Fonds inzwischen für jedes Kind in Braunschweig garantieren“, sagt Kraft stolz. Einige Großspender aber eben auch ganz viele kleine Summen machen das möglich.
Aber – fast täglich kommen Einzelfallbitten, die Menschen stehen mitunter direkt vor der Haustür. „Da gibt es hochdramatische Situationen, da fehlt einfach Geld. Und zwar sofort.“ Für diese Einzelfallhilfe möchte Kraft das gesammelte Geld verwenden. Und er träumt davon, Sozialarbeiter fest einstellen zu können, um in Riddagshausen ein Projekt „Gärtnern mit Kindern“ realisieren zu können.

Kinder in der LAB

Täglich kommen Hunderte Flüchtlinge ins Land, die Landesaufnahmebehörde am Standort Braunschweig ist rappelvoll. Eingerichtet für rund 750 Asylsuchende, ist die Behörde mit zurzeit mehr als 2000 Flüchtlingen überbelegt. Die Menschen dort müssen arg zusammenrücken, in den Häusern und Zelten ist kaum ein Zentimeter freier Platz.

„Deshalb freuen wir uns riesig auf die Spende“, sagt Christine Möricke-Abifade, stellvertretende Standortleiterin, „denn wir würden gern unsere Freizeitangebote ausbauen.“ Konkret wünscht sie sich zwei weitere Tischtennisplatten (Kosten je Tisch rund 1500 Euro). Sportliche Beschäftigung sei einfach eine gute Ablenkung. Denn gerade für Kinder und Jugendliche sei die Wartezeit bis zur Entscheidung, wo und wie es weitergeht, oft quälend langweilig.

„Und wenn dann noch Geld übrig sein sollte, würden wir gern kindgerechte Möbel für unser Kinderzimmer anschaffen“, sagt Möricke-Abifade.
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