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So wollen wir miteinander leben

Erste Integrationsmesse mit mehr als 60 Vereinen und Organisationen im Landesmuseum.

Von Andre Pause, 09.05.10

Braunschweig. Stellen Sie sich vor, Sie kommen in ein fremdes Land, kennen keinen Menschen und beherrschen auch die Sprache nicht. Wäre es dann nicht schön, wenn eine Art Kontaktbörse den Start in der Fremde erleichtern würde? In Braunschweig wurde das jetzt versucht.

„So wollen wir miteinander leben“: Unter diesem Motto fand gestern im Landesmuseum am Burgplatz die erste Integrationsmesse Niedersachsens statt. Die Stadt Braunschweig, der lokale Aktionsplan „Braunschweig öffnet Türen“ und die Kooperative Migrationsarbeit Niedersachsen (KMN) präsentierten den Gästen bei freiem Eintritt ein breites vielfältiges Angebot vieler in Braunschweig integrativ wirkender Akteure. Mehr als 60 Vereine und Organisationen zeigten dabei auf, wie Bürger mit und ohne Migrationshintergrund miteinander leben. „Begegnung ist die Basis, um Hemmschwellen zu überwinden. Es geht um Perspektivwechsel und Erleichterungen, damit man auf den anderen zugehen kann“, sagte Doris Bonkowski vom Büro für Migrationsfragen.
Elf Handlungsfelder wurden im Vorfeld als Integrationsschwerpunkte für die schrittweise Umsetzung auserkoren. Sie stellten als sogenannte Themeninseln das Messekonzept dar. Interessante Informationen zu Sprache, Bildung, Sport, Kultur oder Arbeitsleben versorgten die Besucher dabei mit einer Fülle von Anregungen. „Die Menschen sind oft nicht so sehr informiert. Sie müssen einfach wissen, wo was passiert, und wer für was zuständig ist. Hier auf der Messe arbeiten die Organisationen dafür Hand in Hand“, betont Ketema Wolde Georgis, der selbst 1989 aus Äthiopien nach Braunschweig gekommen ist und seit 2000 für die KMN tätig ist. Aber auch verschiedenste interkulturelle Musik- und Tanzdarbietungen sowie Angebote zum Mitmachen standen auf dem Programm. So konnten unter anderem verschiedene Mini-Sprachkurse belegt werden.
Ein mehrsprachiges Abschlusskonzert unter dem Titel „Wir wollen Frieden für alle“ setzte am frühen Abend dann den Schlusspunkt eines Messetages, der mit vielen Beispielen die Lebendigkeit des miteinander Lebens in Vielfalt aufgezeigt hat.
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