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So viele Zuschauer wie noch nie

Braunschweig bleibt Karnevalshochburg – Nach dem Umzug hatten Einsatzkräfte viel zu tun.

Von Martina Jurk, 09.03.11

Braunschweig. Schluss, Aus und Ende. Heute ist Aschermittwoch, und da ist ja alles vorbei. Was bleibt, ist eine weitere erfolgreiche Karnevalssession, die am Sonntag ihren Höhepunkt hatte. Zwischen 250 000 und 280 000 Zuschauer kamen zum Schoduvel – so viele wie noch nie.

Die Braunschweiger machten damit ihrem Ruf als norddeutsche Karnevalshochburg alle Ehre. Bei super Wetter ging es fröhlich auf den Straßen zu. Zum 33. Mal schlängelte sich der über sechs Kilometer lange Lindwurm durch die Innenstadt. „Nur in Mainz und Köln sind die Umzüge noch länger“, erklärte Zugmarschall Hans-Peter Richter. 5000 Kostümierte, 52 Musikzüge und mehr als 60 Motivwagen waren dabei. 15 Tonnen Bolchen und massenweise andere Süßigkeiten sowie Papiertaschentücher und Spielzeug wurden in die Menge geworfen.
Ministerpräsident David McAllister ließ es sich nicht nehmen, den berühmten Braunschweiger Schoduvel kennenzulernen. Auch er verteilte von einem Prunkwagen aus Bolchen ans Volk.
Während des Zuges gab es keinerlei Zwischenfälle, konstatierten Polizei und Rettungskräfte. Für einige Narren ging es aber nach dem Zug in den Kneipen zu heftig weiter. „Eine deutliche Zunahme von Auseinandersetzungen“, so die Polizei. 32 Strafanzeigen wegen Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung seien gestellt worden. „Alle Zellen des polizeilichen Gewahrsams, waren belegt, hauptsächlich wegen zu viel Alkoholkonsums. Das ist bislang noch nie vorgekommen“, sagte Polizeisprecher Jochen Grande.
Deutlich mehr Einsätze als im vergangenen Jahr verzeichneten die rund 120 Kräfte vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). 38 Mal seien Kranken- und Rettungswagen gerufen worden, um Verletzte, Betrunkene oder Erkrankte in die umliegenden Krankenhäuser zu bringen. Die Sanitätsstationen versorgten darüber hinaus rund 60 Personen. Auch die Zahl der alkoholisierten Jugendlichen sei angestiegen, bilanzierte Thorsten Reinecke, DRK-Bereitschaftsleiter.
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