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So klingt die Welt

Ein ganz besonderes Konzert: Malte Roesner (USA) mit dem Staatsorchester unter der Leitung von Christopher Hein. Außerdem dabei waren Hyo-Jin Shin und Michael Ha (Südkorea), Rossen Krastev (Bulgarien), Milda Tubelyté (Litauen) und Josef Ziga (Serbien). Foto: T.A.

Musiker und Sänger aus verschiedenen Nationen sangen und spielten „ihre“ Lieder.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 23. März 2014.

Braunschweig. So klingt die Themenwoche Interkultur: „Lieder, die unsere Künstler mitgebracht haben“, kündigte Axel Preuß an. Der Chefdramaturg begrüßte gestern im Kleinen Haus zum Konzert „Blauer Schmetterling“.

„Wir haben zusammen in Seoul studiert und uns dann in Braunschweig wiedergetroffen“, erzählte die Sopranistin Hyo-Jin Shin über sich und ihren Kollegen, den Tenor Michael Ha – der nächste Woche im Großen Haus die Premiere von Donizettis Liebestrank singt.
Beim interkulturellen Konzert durften sich die Sänger ihre Lieder aussuchen. Axel Preuß stellte die Interpreten vor, Orchesterdirektor Martin Weller war „zuständig für die Sachebene“, wie Preuß betonte. Und diese Sachebene beherrscht Weller wie kaum ein Zweiter. Charmant und launig geht er ruckzuck durch Jahrhunderte und Epochen. Kaum einer, der so anschaulich in die Seele der Stücke einführen kann.
Beispielsweise hatte sich Michael Ha das koreanische Lied „Sehnsucht nach dem Kumgang-Gebirge“ ausgesucht. Weller erklärte, dass in diesem Gebirge für lange Zeit der einzige Platz war, an dem sich die Menschen aus dem geteilten Korea begegnen konnten.
Oder Josef Ziga, der Meister an der Violine kommt aus Serbien, er hatte sich Pablo Sarasates „Zigeunerweisen“ ausgesucht. Ziga interpretierte den spanischen Komponisten, der selbst als „Teufelsgeiger“ auftrat, umwerfend virtuos. Das Wort „Zigeuner“ sei inzwischen „politisch unkorrekt“, sagte Weller, „aber auch Sinti und Roma sind unscharfe Bezeichnungen“, erklärte er und sprach von den aktuellen Entwicklungen in Osteuropa und der Aktualität der interkulturellen Woche.
Das Publikum feierte geradezu die Sänger und das Staatsorchester.
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