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Sinnlicher Liederabend beschließt Großprogramm

Insgesamt lockte das Theaterfest mehr als 10 000 Besucher an und in die Spielstätten.

Etwas mehr als 10 000 Besucher kamen zum Theaterfest des Staatstheaters mit buntem Darbietungen – Sparten stellten ihre Produktionen vor.

Von André Pause, 03.09.2013

Braunschweig. Ein pickepackevolles Programm bot das Staatstheater den Besuchern des Theaterfests am Sonntag von der Eröffnungsfanfare bis zum Ausklang bei melancholischem Liedgut.

Mehr als 10 000 wollten sich das nicht entgehen lassen. Dementsprechend dicht umringt war vor allem die Außenbühne vor dem Großen Haus. Ganz egal, ob Chefdramaturg Axel Preuß ausrangierte Kostüme versteigerte, die Tanzkompanie Ausschnitte aus aktuellen Produktionen zeigte, die Big Band der Städtischen Musikschule aufspielte oder Tanz- und Ballettschulen aus der gesamten Region ihr Können zeigten – die Leute machten mit und bestaunten die Vorführungen. Für die kleinen Besucher gab es am Kleinen Haus unter dem Motto „Dreimal Drei macht sechs“ ein Kinderfest, bei dem diese auf ihre Weise in die Theaterwelt sowie die Welt der Pippi Langstrumpf eintauchen konnten. Das Junge Staatstheater und die Theaterpädagogik luden hier zum Mitmachen ein.
Auf der Bühne der zweiten Spielstätte wurden unterdessen im „Housewarming“ neue Ensemblemitglieder aller Sparten vorgestellt, gefolgt von Fragestunden und Vorstellungsrunden sowie Matineen für die demnächst anstehenden Premieren im Schauspiel. Im Louis-Spohr-Saal des Großen Hauses gab es den einen oder anderen musikalischen Leckerbissen zu hören.
Die große Spielzeitshow mit den Ensembles, dem Chor sowie dem Staatsorchester Braunschweig wagte am Abend eine Vorausschau auf die nun beginnende Theatersaison 2013/14.
Für den Schlusspunkt der munteren neunstündigen Veranstaltung in und um die Spielstätten des Staatstheaters herum sorgten schließlich Schauspieler David Kosel und Singer-Songwriter Timo Lehne. Das Duo widmete sich mit einem Liederabend in der gemütlich hergerichteten Hausbar dem Oberthema Melancholie. Eher witzige Songs wie „Spatz“ oder „Mitbewohnerin“ von Moritz Krämer interpretierten Kosel und Lehne – vorwiegend im Dreiklang Gesang-Gitarre-Klavier, aber auch mal mit Melodien – im Wechsel mit veritablen Seelenflutern wie „Weil du nicht bist wie alle anderen“ von Klaus Hoffmann oder „Düster Bist Du Schön“ von Tex. Auch die Trotzreaktion wurde zum Thema, mit dem titelgebenden „Melancholie“ von Gisbert zu Knyphausen: „Fick dich ins Knie, Melancholie“. Für internationale Einsprengsel sorgten unter anderem Brels „Amsterdam“ und Avidans „Reckoning Song“. Als Zugabe gab’s das „Trennungslied“ von Peter Licht in einer Art Spoken Word Performance: „Hauptsache wir sitzen am Ende alle im selben Heim, denn ohne all die anderen Getrennten möchten wir nicht alleine sein.“ Sie könnten am Freitagabend natürlich auch in der Hausbar sitzen, dort gibt es um 20 Uhr eine zweite Chance auf das Erleben des sinnlichen Liederabends.
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