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„Silvestertypisch“ ins neue Jahr

Silvesterfeuerwerk über dem Schloss. (Foto: Foto: Silvia Herden)

Braunschweig. 20 Brände im Stadtgebiet in einer Nacht. „Silvestertypisch“, sagt die Feuerwehr.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 02.01.2014

„Als das neue Jahr gerade sieben Minuten alt war, wurden wir zu einem Feuer auf einer Dachterrasse im fünften Obergeschoss eines Gebäudes am Damm gerufen“, spricht Branddirektor Torge Malchau, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Braunschweig, vom spektakulärsten Einsatz der Nacht. „Zahlreiche Notrufe waren eingegangen, da der Feuerschein weit zu sehen war“, sagt er.
Beim Eintreffen des Löschzuges der Hauptfeuerwache habe die Dachterrasse bereits komplett gebrannt. Über das Treppenhaus und die Wohnung sowie über die Drehleiter seien seine Leute vorgedrungen, zu dem Zeitpunkt hatte das Feuer bereits über ein gekipptes Fenster auf die Küche der Wohnung übergegriffen.
„Unter Atemschutz konnte das Feuer schnell gelöscht und eine weitere Ausbreitung verhindert werden“, sagt Malchau. Die Polizei habe inzwischen die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen, vermutlich sei das Feuer durch eine Silvesterrakete ausgelöst worden. Wie die anderen 20 Brände dieser Silvesternacht.
Auch der Rettungsdienst war zu mehr als 40 Notfalleinsätzen unterwegs.
„Die meisten Einsätze für den Rettungsdienst waren durch übermäßigen Alkoholkonsum, Schlägereien und Verletzungen durch Feuerwerkskörper nötig“, erklärt Malchau.

Die Brandgefahr sei durch die sehr trockene Witterung besonders hoch gewesen, so dass sich zahlreiche Hecken und Laubansammlungen durch Feuerwerkskörper entzündet hatten. In der Pregelstraße in der Weststadt brannte ein Auto aus, hier konnte ein Totalschaden nicht mehr verhindert werden. Im gesamten Stadtgebiet brannten zahlreiche Wertstoff- und Müllcontainer.
„Ein großes Dankeschön geht auch an die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerweh“, fügt Malchau an, eine so große Anzahl von Bränden lasse sich nur gemeinsam löschen. „In vielen Ortsfeuerwehren haben die Kameraden – teilweise gemeinsam mit ihren Familien – in den Feuerwehrhäusern (alkoholfrei) gefeiert, um so im Einsatzfall schnell ausrücken und helfen zu können“, erzählt Malchau. Sein Fazit: „Ein unruhiger, aber normaler Jahreswechsel.“
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1 Kommentar
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Uwe Poppe aus Braunschweig - Nordstadt | 02.01.2014 | 11:11  
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