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Sie tanzten und ließen tanzen

Die Bühnen waren vor allem in den Abendstunden dicht umlagert. Hier rappen Die Orsons aus Stuttgart. Foto: Pause

Beim MS Dockville Festival 2015 stand einmal mehr die Party im Mittelpunkt des Geschehens.

Von André Pause, 26.08.2015.

Hamburg. Feinstes Sommerwetter über der Hamburger Elbinsel Wilhelmsburg sorgte beim MS Dockville Festival 2015 am vergangenen Wochenende gewissermaßen für das ersehnte Topping.

Etwa 60 000 Besucher passierten nach Veranstalterinformationen an allen drei Festival-Tagen die Tore zum Gelände vor der malerisch-maritimen Hafen-Kulisse mit dem Reetspeicher. Dabei kamen sie in den Genuss eines rappelvollen Musik-, Kunst-, Kultur- und Aktivprogramms. Vor allem die mehr als 130 nationalen und internationalen Musiker – mochten sie dem ein oder anderen dieses Mal auch eine Spur zu zeitgeistig kuratiert worden sein – versetzten das Publikum in ausgelassene Tanz- und Partystimmung.

Einer der ersten echten Höhepunkte am Freitag waren die New Yorker Indie-Foker von Darwin Deez, die nachdem alle Hits inklusive „Radar Detector“ gespielt waren, den Staffelstab auf der Hauptbühne Großschot an die britischen Genrekollegen von Bear‘s Den weitergaben. Zwischendurch präsentierten Mense Reents und Jakobus Durstewitz als Die Vögel im Maschinenraum ein bisweilen psychedelisch anmutendes Gemisch aus Synthesizer-, Trompeten- und Posaunenklängen. Toll! Eher enttäuschend verlief dagegen der Auftritt von Headliner Interpol. Die Mannen um Frontmann Paul Banks schmirgelten ihr mit wenigen neuen Stücken angereichertes Best-of ihrer ersten beiden Alben auffallend lustlos runter.

Der Samstag stand ganz im Zeichen des Hip-Hop: Zugezogen Maskulin (spontan mit Geige), Errdeka, die Antilopen Gang und Prinz Pi machten das Areal am Vorschot dauerhaft zur Pogo-Zone. Zuvor jedoch ließen Ought und Klaus Johann Grobe noch einmal das Rockisten-Herz höher schlagen. Am Sonntag motivierte Dan Deacon die Zuschauer zu Spielchen und tänzerischen Hochleistungen, bevor Songwriter José González nach überzeugenden Auftritten unter anderem von Benjamin Booker, den Young Fathers und Shura den umjubelten Schlusspunkt markierte.

Im nächsten Jahr vom 19. bis zum 21. August feiert das Dockville Festival seinen zehnten Geburtstag. Dann, so versprechen die Veranstalter, soll alles noch bunter und ereignisreicher werden. Der Frühbucherstart für die Jubiläumsausgabe startet bereits am 4. Oktober über den Shop des Festivals: www.msdockvilleshop.de.

Eine Bildergalerie findet Ihr auf www.szene38.de.
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