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Schon auf der Treppe frech verführt

Symbolhaft steht die (Gummi)Schlange an der Eingangstreppe zum Museum für die hohe Kunst der Verführung. Fotos: Korth

Kunst und Kleinigkeiten: Noch bis Sonntag freier Eintritt im Herzog-Anton-Ulrich-Museum.

Von Marion Korth, 25. Oktober 2016.

Braunschweig. Ups, was ist das? Zwischen künstlichem Blattwerk umwindet eine Gummischlange das Treppengeländer. Das neu eröffnete Herzog-Anton-Ulrich füllt seine Werbekampagne augenzwinkernd bis ins letzte Detail mit Leben. Geht es darin doch um die hohe Kunst der Verführung. Symbolhaft ist die Schlange Meisterin ihres Fachs – spätestens seit der Vertreibung Adams und Evas aus dem Paradies. Es funktioniert: 4500 Besucher kamen gleich am ersten Tag, um am Sonntag nach sieben Jahren des Umbaus und der Sanierung das „neue“ Herzog-Anton-Ulrich-Museum mit seinen Kunstwerken von Weltrang zu entdecken. Auch wir haben uns umgesehen.

Schlangen am Treppengeländer, aber keine vor dem Museumseingang – so präsentierte sich gestern das Bild. Der stetige Besucherstrom kam nur kurz ins Stocken, als ein Elternpaar versuchte, mit dem Kinderwagen durch die schmale Drehtür ins Innere zu gelangen.
So ist es allerdings auch nicht gedacht, erfuhren wir auf Nachfrage. Für Rollstuhlfahrer wurde ein ebenerdiger Zugang geschaffen (bitte klingeln!). Eltern mit Kinderwagen, die die Treppe erklommen haben, sollten sich im Kassenbereich melden, für sie oder Menschen mit Rollator kann neben dem Haupteingang eine zusätzliche Tür geöffnet werden.
Das Museumscafé wird erst im nächsten Jahr eröffnet, als Zwischenlösung dient ein kleiner Ausschank gleich neben dem Museumsshop. Hier kann man sich für die Nachbereitung versorgen, zum Beispiel mit dem „Who’s who in der antiken Mythologie“ oder dem Anti-Stress-Malbuch „Die großen Meister“ für Erwachsene. Rembrandt als Radiergummi gibt’s auch, gefertigt im 3-D-Druck nach einer Radierung. Benutzen werden es wohl nur Kunstbanausen. Als Souvenir unverfänglich ist dagegen der Stoffbeutel mit dem Bekenntnis „Frisch verführt!“.
Noch bis zum 30. Oktober kann das Museum bei freiem Eintritt besucht werden. Reguläre Öffnungszeiten (außer montags) jeweils 11 bis 18 Uhr.
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