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Runder Boulevard macht Laune

Fotoproben des Theaterstücks "Der Brautvater" am 06.06.2017 in der Komödie am Altstadtmarkt in Braunschweig . Foto: imagemoove +++HONORARPFLICHTIG zuzüglich sieben Prozent (7%) Mehrwertsteuer! BELEGEXEMPLAR erbeten! imagemoove, Alemanniaweg 7, 31319 Sehnde, info@imagemoove.de +++

„Der Brautvater“ in der Komödie: Viele Lacher – aber auch nachdenkliche Zuschauer.

Von Axel Emmert, 14. Juni 2017.

Braunschweig. Rund 250 Premierengäste haben in der Komödie am Altstadtmarkt mit der Produktion „Der Brautvater“ eine Aufführung erlebt, die aktueller denn je den Nerv der Zeit trifft. Das Bühnenstück der Amerikanerin Lydia Fox strapazierte nicht nur die Lachmuskeln der Zuschauer, sondern führte auch deutlich vor Augen, wie vorurteilsbehaftet Menschen unterschiedlicher Nationalitäten heutzutage miteinander umgehen. Dass sich die Komödie am Ende etwas vorhersehbar auf ein Happy End zubewegt, gehört zum guten Ton eines „runden“ Boulevardstückes einfach dazu. Trotzdem wurde deutlich: Auch das Genre Komödie kann ganz aktuell sein.

Zum Inhalt: Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr... was soll dann erst ein Brautvater sagen? Henry Foster (Wolfgang Finck) ist schockiert. Seine Tochter Claire (Caroline Klütsch) kündigt an, den jordanischen Studenten Djamal (Andreas Werth) heiraten zu wollen. Für Papa ist das Ganze zu viel. Henry hat sofort Vorurteile gegen seinen künftigen Schwiegersohn, die sich jedoch bei dessem ersten Besuch ganz und gar nicht bestätigen. Der junge Mann isst als Moslem zwar kein Schweinefleisch, ist aber ansonsten sehr weltoffen. Trotzdem birgt das Aufeinandertreffen zweier Kulturen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, jede Menge Zündstoff. Reverend O´Neal (Werner H. Schuster) und Djamals plötzlich auftauchende Tante Rania (Sabine Schmidt-Kirchner) schaffen es dann aber doch, den „Vater der Braut“ zur Räson zu bringen – und ihm klarzumachen, dass er die Hochzeit auszurichten hat. Was er sich damit aufgehalst hat, konnte sich Henry jedoch in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen ... und so stolpert er von einem Chaos ins nächste ...
Das Quintett auf der Bühne harmonierte sehr gut und sorgte für sommerlich leichten Spaß.
Dass bei dieser Geschichte manch Zuschauer auch ein wenig ins Grübeln kam, tat der Stimmung im Publikum keinerlei Abbruch. „Wenn es doch in der großen Diplomatie auch so einfach wäre“, sprach Zuschauerin Ruth Müller bei der anschließenden Premierenfeier vielen aus dem Herzen. Zum Schluss gab es jedenfalls reichlich Applaus für das Ensemble.
„Der Brautvater“ in der Komödie am Altstadtmarkt wird noch bis zum 16. Juli gespielt.
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