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Rückblende ins Jahr 1968: Motive einer Industriestadt

Mitten drin im Zeitgeschehen: Zahlreiche Menschen nutzten bereits die Gelegenheit, die Fotos von Robert Lebeck im Kunstmuseum zu betrachten. Foto: von Rutenberg

Ausstellung im Kunstmuseum zeigt Fotos von Robert Lebeck.

Von Lotta von Ruttenberg, 31.03.2018.

Wolfsburg. Werker am Fließband: Die Stadt Wolfsburg und ihre Bewohner stehen im engen Bezug zu den von ihnen hergestellten Produkten. Robert Lebeck hat diese Symbiose von Mensch und Auto in Schwarz-Weiß-Fotografien festgehalten. „Robert Lebeck. 1968“ heißt die Fotoausstellung, die diesen besonderen Bezug zur Stadt, sowohl der Einwohner als auch des Fotografen selbst, visualisiert.

Lebecks Aufnahmen sind seit dem 2. März im Kunstmuseum zu sehen.
Zum Entstehungsprozess: Der schon damals prominente Fotograf hat im Jahr 1968 zwei Tage in der „Hauptstadt von Volkswagen“ verbracht, um die „aufstrebende Kommune“ zu jener Zeit zu porträtieren. Bemerkenswert an der jetzt eröffneten Ausstellung ist, dass die Mehrzahl der Bilder vorher nie veröffentlicht wurde. Die Exposition präsentiert zum einen den motivischen Bezug von Lebeck zu dem über Jahrzehnte als graue Industriestadt geltenden Wolfsburg.

Außerdem wird im Kunstmuseum auch Robert Lebecks fotografisch globale, interdisziplinäre Ausrichtung durch Bilder dokumentiert. Es finden sich Aufnahmen von bekannten Zeitgenossen, zum Beispiel aus Politik, Kunst und Kirche. Studentenführer Rudi Dutschke zählt ebenso zu den Abgelichteten wie Papst Paul VI. und der berühmte Aktionskünstler Joseph Beuys.

Olga Sinner und Natalia Ried aus Wolfsburg schauten sich die an der Wand platzierten, sogenannten Kontaktbögen mit zur Verfügung gestellten Lupen an. „Wir haben uns das Stufenhochhaus noch einmal genau angesehen“, erzählte Natalia Ried. „Dabei habe ich im Hintergrund das Haus meiner Mutter entdeckt.“ Was den beiden an der Ausstellung gefiel: „Man ist mitten drin im Zeitgeschehen“, sagte Natalia Ried. Olga Sinner war besonders beeindruckt vom Video, das die Beerdigung vom ermordeten Robert Kennedy zeigt: „Die Worte seines Bruders Ted Kennedy, dass die Menschen einander verstehen sollten, waren sehr gut gewählt.“
Die Ausstellung läuft bis zum 22. Juli.
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