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Religionen auf Annäherungskurs

Die Schöpfungsgeschichte aus Sicht der fünf Glaubensrichtungen auf der Theaterbühne

Von André Pause, 13.12.2009

Braunschweig. Das Musiktheater „Ein Schöpfungsgesang – Dunkellicht. Mär“ hebt heute um 16 Uhr im LOT-Theater in der Kaffeetwete den Vorhang und lässt den Vielklang der Religionen zum Thema Schöpfung ertönen.

Die Veranstaltung ist Teil des lokalen Aktionsplans „Braunschweig öffnet Türen“ und wird in Kooperation des Trägers Freunde der Neuen Musik und dem Sozialreferat für Migrationsfragen der Stadt Braunschweig veranstaltet. Das „Musiktheater der Weltreligionen“ stellt die interreligiösen Facetten des Zusammenlebens in den Mittelpunkt und wählt einen unkonventionellen Weg der Begegnung, fernab der reinen Diskussion.
Dem Publikum sollen mit Sprache, Farbe, Musik und Poesie mystische Traditionen und Rituale der fünf Weltreligionen – hierzu zählen das Christentum, der Islam, der Hinduismus, der Buddhismus und das Judentum – näher gebracht werden.
„Nicht mit Diskussionen, sondern mit Ritualen beginnt die Versöhnung und gelingt die Überwindung von Vorurteilen“, betont Herbert Erchinger, Pastor der Paulikirche, der mit dem Taizé-Kreis seiner Gemeinde an der Aufführung mitwirkt.
Nichtsdestotrotz soll durch die Veranstaltung der Dialog zum Abbau von Berührungsängsten sowie das wirkliche Kennenlernen der Glaubensrichtungen gefördert werden. Denn obwohl Menschen aus 140 verschiedenen Nationen Braunschweig zu einem Ort der Vielfalt machen, hat sich das multireligiöse Leben auch hier von der Öffentlichkeit nahezu unbemerkt entwickelt.
Die bedeutendsten Religionen der Welt sind in Braunschweig vertreten und mit ihnen Menschen, die mit ihren religiösen Prägungen für das geistige und kulturelle Leben in dieser Stadt bedeutsam und bereichernd sind. Das soll nun auf der Bühne verdeutlicht werden. „Man versteht zwar die Worte nicht direkt, erkennt aber intuitiv die Bedeutung, zum Beispiel durch deren Klang. Die Strukturen und Muster im Bezug auf die Schöpfung sind ja religionsübergreifend oft ähnlich“, sagt Autor und Inszenator Tilman Thiemig, der sich durchaus eine Fortführung des Projektes vorstellen kann.
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