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Reichlich Energie und Charme

Beate Wiedemann begrüßt im Kulturzelt. Foto: Agentur Ammerpohl

„Kultur im Zelt“ eröffnet die 17. Spielzeit: Roger Cicero überzeugt mit erstklassigem Jazz.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 29.08.2015.

Braunschweig. Mit einer Charmeoffensive eröffnete die 17. Spielzeit im Kulturzelt: KiZ-Vereinsvorstand Beate Wiedemann und ihr Premierengast Roger Cicero waren beide ganz dicht am Publikum.

Beate Wiedemann begrüßte die rund 1000 Premierengäste warmherzig und ungläubig staunend über den Erfolg des Formats, das seit so langer Zeit am Start ist – und immer noch zulegt. „In jedem Jahr kommen mehr Besucher“, sagte sie, „vor vier Jahren, bei rund 30 000 Gästen, habe ich gedacht: Das ist nicht zu toppen, in diesem Jahr erwarten wir mehr als 40 000 Fans.“ Der Erfolg des Vereins sei auch ein Erfolg für die Stadt, denn in der Künstlerszene sei das Braunschweiger Kulturzelt inzwischen bundesweit eine feste Größe.
Ihr Premierengast ist da ein gutes Beispiel. „Wir haben lange um diesen Künstler gekämpft“, erzählte Wiedemann von ihrem Werben um Roger Cicero. „Er passt hier einfach richtig gut rein“, erklärte sie, „auch, weil er sehr nah am Publikum ist.“

Das stellte der so hoch gelobte Sänger direkt unter Beweis. Statt Hits wie „Frauen regier’n die Welt“ oder „Zieh die Schuh aus“ hatte der Jazzpianisten-Sohn Cicero seine „Lieblingstitel der letzten 20 Jahre“ aus Pop und Jazz dabei. Alle neu arrangiert unter dem Titel „The Roger Cicero Jazz Experience 2015“: Jazzversionen von Nummern wie „Shower the People“ von James Taylor oder auch das gefühlvolle „Keep It Loose, Keep It Tight“ von Amos Lee, bei denen Ciceros Stimme geradezu dahinschmilzt. Dabei nimmt sich der Sänger mit der Ausnahmestimme immer wieder zurück, stellt sich in den Dienst des Gesamtensembles. So lässt er seine Stimme die Soli der anderen Musiker begleiten oder untermalt mit leichtem Scat-Gesang die minutenlangen instrumentalen Einlagen, bei denen Matthias Meusel am Schlagzeug, Herve Jeanne am Kontrabass und Maik Schott am Piano überzeugen.

Cool interpretiert Cicero James Moodys „Moody’s Mood“ – er singt sowohl den männlichen als auch den weiblichen Part des Duetts, kreischt dabei leidenschaftlich und bedankt sich mit einem artigen Knicks.

Das Publikum ist hin und weg, die Frauen in den vorderen Reihen bekommen tiefe Blicke und das smarte Lächeln hautnah, aber auch weiter hinten kommt der geballte Charme des Sunnyboys an. Ein überzeugender Auftritt, der für reichlich Energie und gute Jazz-Vibes sorgte.
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