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Raum für Begegnungen danach

Als „Fresh-Up“ sind am 25. und 26. Juni Choreografien der Tänzer des Staatstheaters im Kleinen Haus zu sehen. Foto: Beinhorn

18 Produktionen aus ganz Europa und Israel bei den Fresh-Tanztagen vom 27. bis 29. Juni.

Von André Pause, 18.06.2014.

Braunschweig. Es gehe bei den Fresh-Tanztagen nicht nur um das Neue, das Nichtgesehene, um Sachen, die an uns vorbeigehen, wenn wir nicht aufpassen, betont Jan Pusch.

Natürlich auch, schließlich sind vom 27. bis zum 29. Juni drei Uraufführungen im Programm, dennoch verspricht sich der Tanzdirektor des Staatstheaters insbesondere eine Menge von der Kommunikation mit dem Publikum und den hoffentlich zahlreichen Begegnungen. Im Anschluss an alle Vorstellungen soll es die Möglichkeit geben, mit den Künstlern im Theaterrestaurant oder dem Außenbereich ins Gespräch zu kommen, schwebt Pusch vor.

Um für den nötigen Diskussionsstoff zu sorgen, hat er aus mehr als 200 Bewerbungen, die weltweit auf die Ausschreibung in sozialen Netzwerken („Call for proposals“) eingingen, 18 Produktionen aus ganz Europa und Israel für die drei Bühnen des Kleinen Hauses ausgewählt. Die Ausschreibung richtete sich ebenso an Einzelkünstler, freie Compagnien und Produzenten wie an Tanzschaffende aus festen Ensembles an Stadt- und Staatstheatern. Newcomer wie etablierte Choreografen waren gleichfalls angesprochen.

Dass mit dem belgisch-deutschen Eröffnungsstück „Sehnsucht, limited edition“ des Choreografen Koen Augustijnen letztlich nur eine alleinstehend abendfüllende Produktion gezeigt wird, erklärt der Tanzdirektor und künstlerische Leiter so: „Wir möchten auf kleinem Raum unterschiedlichste Formate zeigen. Von zeitgenössischem Tanz über Tanztheater bis zur Performance ist alles dabei.“ Demnach erwarten den Besucher an den drei Festivaltagen, jeweils ab 19.30 Uhr, inhaltlich abwechslungsreiche Tanzabende mit jeweils zwei oder drei Choreografien auf der Hauptbühne, der Probebühne und im U22.

Die erste der drei Uraufführungen kommt von Jorge Soler Bastida. Der gebürtige Spanier zeigt am zweiten Festivaltag mit „Francisco Jose“ ein Solo über einen Mann, ein Sofa, einen Beistelltisch und eine Flasche Bier. In Weltpremiere Nummer zwei („Body Roots“) spürt die israelische Choreografin Shira Eviatar den eigenen Wurzeln, der Familiengeschichte nach. Daniele Ziglioli widmet sich mit „She’ehayah“ schließlich der Bedeutung des hebräischen Wortes, das sowohl „in etwas hineinstürzen, zusammenbrechen“ oder „einen Leerraum schaffen“ meinen kann.

Den Tanztagen als „Fresh-Up“ vorgeschaltet sind am 25. und 26. Juni eigenständige Arbeiten der Tänzer des Staatstheaters unter dem Titel „Junge Choreografen“. Weitere Infos: www.staatstheater-braunschweig.de .
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