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Premiere für „The Artist“-Musik

Staatsorchester spielt erstmalig in Deutschland die Originalmusik des Stummfilms live.

Von Martina Jurk, 03.10.2012

Braunschweig. Filmmusik spielt beim 26. Internationalen Filmfest eine Hauptrolle. Das Staatsorchester Braunschweig präsentiert die Originalmusik von „The Artist“ in einer deutschen Erstaufführung am 9. November in der Stadthalle.

Damit setzt das Orchester in seiner 425. Spielzeit die Reihe der Filmkonzerte fort. Nach den Stummfilmklassikern „Metropolis“ und „Die Nibelungen“ folgt nun mit „The Artist“ ein Stummfilm des 21. Jahrhunderts. „Wir setzen fort, aber schlagen auch ein neues Kapitel auf“, sagt Joachim Clement, Generalintendant des Staatstheaters. Niemand hätte erwartet, dass ein „moderner“ Stummfilm so ein Erfolg werden würde. „The Artist“ räumte fünf Oscars ab. „Wir hatten den Film angefragt, bevor er für den Oscar nominiert wurde. Wir sind die Ersten, die auf die emotionale Musik des französischen Komponisten Ludovic Bource für ein Filmkonzert gekommen sind“, erzählt Orchesterdirektor Martin Weller stolz.
Für seine Filmmusik erhielt Komponist Ludovic Bource nicht nur den Oscar, sondern weitere internationale Preise wie den Golden Globe. Er wird beim Filmkonzert in Braunschweig dabei sein und mitwirken. „Wir wollen mit den Filmkonzerten zeigen, welche emotionale Bedeutung die Musik für einen Film hat“, erklärt Filmfestleiter Volker Kufahl.
Dass „The Artist“ weltweit einen Besucheransturm auslöste, würde nicht nur an der zu Herzen gehenden Geschichte über Aufstieg, Fall und Comeback eines Stummfilmstars liegen, sondern auch an der dem Film Leben einhauchenden Musik. Sowohl für Filmfreunde als auch für Orchesterliebhaber dürfte das Filmkonzert ein Erlebnis werden, ist Kufahl überzeugt.
Das zweite Konzert des Filmfests ist dem Komponisten Philippe Sarde gewidmet. Das Staatsorchester spielt Kompositionen aus so bekannten Filmen wie „Die Dinge des Lebens“ von Claude Sautet, „Das große Fressen“ von Marco Ferreri oder „Tess“ von Roman Polanski. Das Konzert findet am 8. November an einem besonderen Ort statt: in der repräsentativen Eingangshalle des wiedereröffneten Städtischen Museums. „Das Orchester spielt der Raumgröße entsprechend in einer Kammerbesetzung. Aber Technik und die Akustik des Raumes erzeugen ein Klangerlebnis wie in einer Kathedrale“, verspricht Orchesterdirektor Martin Weller. Das Filmfest würdigt Sarde, der mehr als 200 Filmmusiken schrieb, als einen der bedeutendsten und vielseitigsten europäischen Komponisten. Sarde wird in einer „Music Master Class“ über seine Arbeitsweise Auskunft geben.

Service
Filmfest: 26. Internationales Filmfest vom 6. bis 11. November mit rund 160 Filmen aller Genres.
Filmkonzerte: Philippe-Sarde-Projekt am 8. November, 20 Uhr, Städtisches Museum;
„The Artist“ von Michel Hazanavicious mit der Musik und unter der Leitung von Ludovic Bource am 9. November, 20 Uhr, Stadthalle.
Karten: Gibt es im Staatstheater und im Filmtheater Universum.
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