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Pracht und Glanz wie bei Hofe

Das neue Schlossmuseum wurde gestern eröffnet – Prominenz und Volk kamen in Scharen.

. Von Ingeborg Obi-Preuß, 10.04.11

Braunschweig. Ein neues Museum für Braunschweig. Prächtig und glanzvoll wie bei Hofe: Die Einweihung des Schlossmuseums gestern war perfekt.

„Jene Tür wird sich gleich öffnen“, verkündete ein prächtig aufgeschirrter „Hofmarschall“ (Schauspieler Andreas Jäger) dem wartenden Volk und bat darum, sich noch ein wenig zu gedulden. Rund 1500 Menschen hatten sich bei strahlendem Sonnenschein auf dem Schlossplatz versammelt; zu ihrer Unterhaltung gab es höfische Tänze, die Mädchen und Jungen der Domsingschule präsentierten verschiedene Lieder und schöne Hofdamen in aufwändigen Kostümen ließen sich gern fotografieren.
Nach Fanfarenklängen und Salutschüssen der Braunschweiger Jäger betraten schließlich Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann und die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Professsor Johanna Wanka, die Schlosstreppe, hielten kleine Ansprachen und durchschnitten gemeinsam das obligatorische rote Band.
„Dies ist ein denkwürdiger Tag für die Stadt und die Region“, sagte Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann. „Alles ist im Auftrieb“, fügte er an, „unsere Eintracht, unsere Stadt und unser Schloss. Feiern Sie mit.“
Hoffmann dankte den privaten Partnern für die Realisierung des Museumsprojektes, „denn das war nicht einfach“, blickte er zurück, „und vor allem war es teuer.“ Rund drei Millionen Euro hat das Projekt gekostet, 1,9 Millionen Euro haben Sponsoren aufgebracht.
Es galt Widerstände und Vorbehalte zu überwinden, „das der berühmte Thron aus dem Landesmuseum hier zu bewundern ist, verdanken wir einem Schub von Ministerin Wanka“, sagte Hoffmann. Er wünschte dem Museum vor allem viele junge Besucher, denn in diesen bewegten und schwierigen Zeiten sei eine Verwurzelung besonders wichtig, um über den eigenen Standpunkt zu reflektieren und über den weiteren Weg. „Dieses Museum bietet ideale Möglichkeiten sich mit den dunklen Seiten unserer Stadtgeschichte – die es reichlich gab – auseinanderzusetzen, aber auch mit den guten Seiten.“ In Braunschweig sei jetzt auf rund 700 Quadratmetern wieder echte Schlossatmosphäre erlebbar. Der Wiederaufbau der Welfenresidenz sei jetzt mit der Eröffnung des Schlossmuseums vollendet. „Ich bin stolz und dankbar, dass uns dies gelungen ist“, sagte der Oberbürgermeister.
Das Museum ist ab sofort geöffnet: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr, Montag geschlossen. Erwachsene zahlen zwei Euro inklusive einer Audioguide-Führung
Kinder und Jugendliche bis 15 Jahren haben freien Eintritt.
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