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Nachhaltige Theaterförderung

Ohne Drittmittel könnte das Staatstheater profilbildende Projekte nicht umsetzen.

Von Martina Jurk, 29.04.2012.


Braunschweig. Mit knapp sieben Jahren ist die Stiftung für das Staatstheater Braunschweig eine junge Institution. Und doch sorgt sie bereits für Aufsehen in der Theaterszene.

Das Kinderstück „Freund Till, genannt Eulenspiegel“ von Katrin Lange würde es ohne die Förderung der Stiftung nicht geben. Das wäre äußerst schade, denn das Auftragswerk des Staatstheaters ist für den Mülheimer Theaterpreis nominiert. Gegründet wurde die Stiftung am 3. Juli 2005 von der Gesellschaft der Staatstheaterfreunde. Das Grundkapital betrug damals 25 000 Euro. Die Gründungsmitglieder fanden, dass das Theater als bedeutende kulturelle Einrichtung für Stadt und Region erhalten werden müsse. „Nachhaltige Unterstützung“ nennt das Generalintendant Joachim Klement, der auch Mitglied des Kuratoriums der Stiftung ist. Ohne die Hilfe von Partnern könne sich das Haus nicht mit entsprechenden Produktionen profilieren.
Als eines der ersten Projekte unterstützte die Stiftung eine Publikumsumfrage, um zu erfahren, ob das Theater den Nerv der Besucher trifft. Auch das Festival „Tanzwelten“ mit international renommierten Tanzkompagnien wurde von der Stiftung gefördert. Von 2008 bis 2010 konnte damit das Festival dreimal in Braunschweig stattfinden. Danach beteiligte sich die Stiftung am europäischen Regiefestival „Fast Forward“, bei dem Braunschweig den Rahmen für die internationale Begegnung und den Austausch junger Theaterschaffenden schuf. Die Festivaljury kürte die Produktion „Die Leiden des jungen Werther“ des dänischen Regisseurs Jonas Corell Petersen zur besten Regiearbeit. Petersen inszenierte Shakespeares „Othello“ für die jetzt laufende Spielzeit im Kleinen Haus.
„Wir sind den Windeln entwachsen und im erfolgreichen Aufbau. Und wir können inzwischen die zweite Generation der Vorstände vorstellen“, sagt Stiftungsvorsitzender Dietrich Fischer. Für Thomas Fehrle ist die seit Oktober 2011 als neue Verwaltungsdirektorin des Staatstheaters tätige Claudia Schmitz in den Stiftungsvorstand eingetreten. Sie ist stellvertretende Vorsitzende. Sie misst der Stiftung eine zunehmende Bedeutung bei, „weil Theater grundsätzlich auf Drittmittel angewiesen sind.“
Inzwischen beträgt das Stiftungskapital 228 000 Euro. „Damit sind wir soweit, auch eigene Projekte auf die Beine stellen zu können“, meint Kuratoriumsvorsitzende Beate Kirchner. Welche das sein könnten, will sie noch nicht verraten. „Wir wollen auf keinen Fall in die Pläne des Staatstheaters im Vorherein eingreifen“, so Dietrich Fischer. Die Stiftung will allerdings das Theater mit ihren Ideen unterstützen. „Damit das weiterhin möglich ist, bitten wir um Spenden“, appelliert Vorstandsmitglied Gernot Tartsch an potenzielle Förderer.
Mit 5000 Euro könne man sich für drei Jahre einen Platz im Kuratorium „erkaufen“ und so auch eigene Vorstellungen und Ideen einbringen.
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