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Musikprogramm ohne Grenzen

Dichtes Gedränge wie hier am Sonnabend bei den norwegischen Indiepoppern von Kakkmaddafakka herrschte des Öfteren vor der Hauptbühne. Fotos: André Pause

Rund 25 000 Besucher feierten 130 Acts beim Dockville-Festival in Hamburg-Wilhelmsburg.

Von André Pause, 20.08.2014.

Hamburg. Was für ein fröhliches Gewusel: Das Dockville-Festival im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg war am vergangenen Wochenende zum achten Mal Anziehungspunkt für Musikbegeisterte aus ganz Norddeutschland.

25 000 Besucher erlebten von Freitag bis Sonntag mehr als 130 internationale Bands und DJs, staunten über Poetry-Slammer oder genossen Kunstwerke und Performances. Für alle Camper, die schon am Donnerstag ihre Zelte aufgeschlagen hatten, gab es außerdem gleich mal ein vorgelagertes DJ-Programm auf den Bühnen Nest und Butterland zur Einstimmung.

Das Spektrum des Musikprogramms reichte – traditionell, möchte man sagen – von internationalen Größen bis hin zu Acts, die beinahe noch völlig unbekannt sind. Auch in Bezug auf die Genres gab es wie gehabt nur wenige Grenzen. Da folgte auf Blues unterlaufenen Garagenrock von den Black Lips energetischer Elektropop à la Mø oder politischer Punk von Feine Sahne Fischfilet auf den Experimentalrock von Breton. Für weitere Highlights neben den Headlinern Jake Bugg, Die Antwoord und Samy Deluxe sorgten unter anderem die Noise-Legende Thurston Moore (Sonic Youth), Hundreds, Kakkmaddafakka und die kanadische Stimmungskanone Mac DeMarco. Auch das Wetter spielte dieses Mal im Großen und Ganzen mit. Nur am Sonntagabend öffneten sich die Regenschleusen etwas weiter. Die kleinen Schauer am Sonnabend waren dagegen leicht zu verschmerzen.

Den besonderen Reiz des Dockville macht seit jeher die Verknüpfung mit dem Stadtteil Wilhelmsburg respektive seiner Entwicklung aus. Es ist wohl das einzige Festival in Deutschland, das nicht ohne die Stadt, in der es stattfindet, auskommen könnte. Seit 2007 ist im Quartier viel passiert, und auch das Dockville hat sich verändert. Die Besucherzahlen haben sich verfünffacht. Doch selbst wenn Gruppen mittlerweile mit geschmückten Stäben zum Zwecke der Wiedererkennung durch die Gegend spazieren, die Hipster-Dichte (Glitzergesichter, Jute, Pustefix) noch einmal erheblich gestiegen ist: Das durch die imposante Hafenkulisse verströmte Flair versöhnt immer wieder.

Es bleibt dabei: Nach dem Dockville ist vor dem Dockville. Vom  14. bis 16. August 2015  findet das Festival zum nächsten Mal statt.  Am  6. Oktober  ist Frühbucherstart.
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