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Monographie zu Kafkas Proceßroman

Ich habe gerade im Kadmos Kulturverlag Berlin ein kleines Büchlein zu Franz Kafkas Proceßroman veröffentlicht, das ich dem Braunschweiger Lesepublikum gern vorstellen möchte.

Der Roman entsteht zwischen August 1914 und Januar 1915 in einem bekanntermaßen hochinteressanten Kompositionsprozess, bei dem Kafka das erste und das letzte Kapitel bereits zu Beginn der Niederschrift verfasst. Eine zweite – hingegen kaum erforschte – Auffälligkeit ist, dass während dieser fünfmonatigen Arbeitszeit etliche weitere Erzähltexte entstehen, die auf den ersten Blick vermeintlich kafkatypisch rätselhaft und unverständlich daherkommen. Auf diese parallel zur Romanentstehung niedergeschriebenen Texte richtet sich mein Blick: Ich habe mir angeschaut, zu welchem Zeitpunkt der Romanniederschrift (welches Kapitel, welche Textstelle) welcher Paralleltext entsteht und konnte dadurch plötzlich erkennen, dass diese Texte in einem unmittelbaren Zusammenhang zum Proceßroman stehen: Einige fungieren als metaphorisch verschlüsselte Kommentare Kafkas zum Inhalt des Romans oder reflektieren den aktuellen Moment der Romanentstehung. Andere dienen als – im Klappentext nenne ich es – produktionsästhetische Steigbügel, die Kafka nach einer Schreibhemmung die Weiterarbeit am Roman ermöglichen sollen. So entstand auch der Titel meines Büchleins: Kafkas ‚Proceß‘ und die Satellitentexte. Verborgene Verbindungen zwischen Romantext und weiterer Prosa der ‚Proceß’zeit, da diese parallel entstehenden Texte quasi wie Satelliten mit dem Roman verbunden in dessen Umlaufbahn kreisen.

Weitere Infos:
http://www.facebook.com/KafkaSatellitentexte/

http://www.kulturverlag-kadmos.de/buch/kafkas-proc...
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