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Mit Flugzeug und Maultier im Wunderland

Braunschweiger Delegation brachte Spendengelder an die Deutsche Kirchenschule in Addis Abeba – eine besondere Reise (auf eigene Kosten).

Von Ingeborg Obi-Preuß, 31.03.2013.


Braunschweig. Sonnig, ruhig, freundlich, friedlich – das sind die ersten Eindrücke auf meiner Reise nach Äthiopien. Mit einer Delegation um Domprediger Joachim Hempel reisen wir eine Woche durchs Land.

„Sie müssen entschuldigen, meine Weihnachtspakete kamen mit Verspätung“ – die deutsche Botschafterin in Äthiopien, Liselotte Cyrus, lässt uns Stollen und Spekulatius servieren. Kaffee trinken in der deutschen Botschaft!!! Das zeigt, was für einen Ruf die Deutsche Kirchenschule in Addis Abeba genießt, aber auch die tiefen Spuren, die Domprediger Joachim Hempel mit seiner jahrzehntelangen Arbeit für das Projekt in Äthiopien hinterlassen hat. Die Botschafterin erzählt von den schwierigen Seiten im Land, Pressefreiheit, Menschenrechte, freie Wahlen sind unsere Themen.
Wir, das sind sieben Braunschweiger, die gemeinsam mit Joachim Hempel Spenden zur Deutschen Kirchenschule bringen: 16 500 Euro, die Braunschweiger gegeben haben, weil sie von dem Projekt überzeugt sind. Der berühmte anonyme Spender hat auch 4000 Euro dazugetan.
Knapp 200 Mitglieder zählt die deutsche Gemeinde in Addis. Wir sind pünktlich zum 85. Gemeindegeburtstag angekommen, nach einem bewegenden Gottesdienst feiern wir im Garten ein Sommerfest. Unter Freunden. Der Besuch der Schule am nächsten Tag ist ein emotionaler Höhepunkt. Fröhliche Kinder wuseln um uns herum, zeigen, was sie können, was sie gelernt haben.
Mit Inlandsflügen geht es anschließend Richtung Norden, Joachim Hempel zeigt uns einige der Sehenswürdigkeiten Äthiopiens: die monolithischen Felsenkirchen von Lalibella, die Stelen in Axum, das Bad der Königin von Saba, eine Tempelanlage in Yeha und vieles mehr.
Wir begegnen zurückhaltenden, freundlichen, tief gläubigen Menschen auf unserem Weg, der im wahrsten Sinn des Wortes mitunter steinig ist. Eine herausragende Erfahrung ist der Ritt auf Maultieren von Lalibella zum Höhenkloster Ashete Mariam, das auf über 3000 Meter liegt. Auf Wegen, die fatalistisches Vertrauen in das Können der Lasttiere erfordern, geht es zweieinhalb Stunden durch eine faszinierende Landschaft, eine Einsamkeit und Schönheit, die demütig macht.
Äthiopien – ein erster Eindruck einer ersten Reise: Es war bewegend, ich komme sicher wieder.
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