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„Minne meets …?“ macht einen modernen Reim auf Minnesang

Sängerwettbewerb am Freitag, am Sonnabend Musik, Tavernenfest und Feuerzauber

Von Marion Korth

Braunschweig. Mit mittelalterlichem Minnesang können die wenigsten etwas anfangen. Aber das soll sich an diesem Wochenende ändern.

Braunschweig hat sich auf die Suche nach dem schönsten Liebeslied gemacht und 13 Gruppen und Einzelkünstler eingeladen, beim Sängerwettstreit „Minne meets …?“ am Freitag über Liebesleid und -freud zu musizieren. Die Ausschreibung lief deutschlandweit. Hochburg des Minnesangs ist bislang eher Süddeutschland, aber im „Kaiserjahr“ will nun auch Braunschweig an höfische Traditionen anknüpfen.
Aufgabe war es, den Geist des Minnesangs in die heutige Zeit zu transportieren. Einfach ein altes Minnelied zu nehmen und ein paar moderne Grooves darunterzulegen, das wäre der fachkundig besetzten Jury allerdings ein bisschen wenig gewesen.
„Zum Minnesang gehört der Schmerz dazu“, erläutert Dr. Lothar Jahn, der mit seiner Frau Dagmar selbst in Sachen Minnesang unterwegs ist.. Er rückt damit gleich noch ein ebenso verbreitetes wie falsches Bild gerade. Da kniet der Sänger unterm Fenster der Angebeteten, unterbreitet ihr in schönsten Verse seine Liebe, bis er sie endlich in den Arm schließen darf. Im Mittelalter undenkbar, schon allein wegen der Standesunterschiede. Beim Minnesang sei es dagegen stets um eine Anbetung aus der Ferne gegangen, um eine eigentlich immer unmögliche Liebe, um unerfüllte Sehnsüchte.
Die 13 Bewerber haben sich darauf einen modernen Reim gemacht, haben sich musikalisch ganz unterschiedliche Spielräume von HipHop über Pop und Rock bis hin zu Jazz und Swing ausgesucht. Um 19 Uhr beginnt der Wettbewerb auf dem Burgplatz. Ein Publikumspreis wird ebenfalls vergeben. Über die Internetplattform minnesang.com kommt man zum Wettbewerb mit Hörproben. Der von der Jury gekürte Sieger darf beim Europäischen Minnesang-Festival am 17. Oktober in St. Martini auftreten.
Am Sonnabend geht es mit einem Konzert mit mittelalterlicher Musik weiter. Bereits ab 14 Uhr sind spielende Minnesänger und Gaukler in der Stadt unterwegs. Ab 20 Uhr werden verschiedene Gruppen in acht ausgesuchten Gaststätten, Kneipen und Bars in der Innenstadt aufspielen und das Wolters-Tavernenfest musikalisch mit Leben füllen.



Programm

Freitag (17. Juli):
15 Uhr: Minnesang mit Holger Schäfer, Burgplatz
15.30 Uhr: Mittelalterliche Musik und Minnesang
16 Uhr: Minnesang mit Holger Schäfer
16.30 Uhr: Mittelalterliche Musik und Minnesang
17 Uhr: Andacht im Dom
Ab 17.30 Uhr: Bühnenprogramm
17.30 bis 18 Uhr „Der Sängerkrieg der Heidehasen“
18 bis 18.30 Uhr: Bühnenprogramm, Fit in Music
18.30 bis 19 Uhr: Peter Stoppok
19 Uhr bis 20.45 Uhr: Wettbewerb „Minne meets – Braunschweigs schönstes Liebeslied“
20.45 Uhr: Minnesänger Holger Schäfer, Siegerehrung
Sonnabend (18. Juli):
ab 14 Uhr: Spielende Minnesänger und Gaukler sind in der Stadt
16 Uhr: Begrüßung und Auftritte wechselnder Akteure, Burgplatz
17 Uhr: Konzert Arundo
18 Uhr: Auftritt Holger Schäfer, Burgplatz
18.30 Uhr: Konzert Triskilian
20 Uhr: Konzert Die Irrlichter
20 Uhr: Wolters Tavernenfest
22.45 Uhr: Braunschweiger Feuerzauber mit Lux Aeterna, Burgplatz. Danach feuriger Ausklang.
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