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Kunstwerk jetzt als Briefmarke

Oberbürgermeister Ulrich Markurth, der stellvertretende Direktor des Herzog-Anton-Ulrich-Museums Prof. Thomas Döring und die stellvertretende Leiterin der Deutschen Post in Braunschweig (v.r.) vor einem der größten Schätze des Herzog-Anton-Ulrich-Museums: Vermeers „Mädchen mit dem Weinglas“. Foto: T.A.

Ab sofort gibt es Vermeers „Mädchen mit dem Weinglas“ schon für 70 Cent bei der Post.

Von Birgit Leute, 04.01.2017.

Braunschweig. Diese Dame ist so wertvoll, dass sie normalerweise gar nicht zum Verkauf steht. Das Herzog-Anton-Ulrich-Museum (HAUM) hütet sie wie den eigenen Augapfel. Trotzdem können seit Anfang dieser Woche auch ganz normale Menschen Vermeers „Mädchen mit dem Weinglas“ erwerben – als 70-Cent-Sonderbriefmarke.

„Ich freue mich, dass wir auf diese Weise für uns und die Kunststadt Braunschweig werben können“, sagte Oberbürgermeister Ulrich Markurth bei der Vorstellung der Marke. Vermeers Gemälde gilt als Highlight des neu eröffneten Herzog-Anton-Ulrich-Museums. „Weltweit gibt es nur 36 Werke dieses Ausnahmekünstlers, in Deutschland sogar nur sechs“, ordnet Prof. Thomas Döring, stellvertretender Leiter des HAUM, ein. Zu einem ganz besonderen Schatz wurde die Dame im orangenen Kleid noch aus einem weiteren Grund. „Das Bild ist im Gegensatz zu vielen anderen Kunstwerken nicht durch zahllose Hände gegangen, bevor es nach Braunschweig kam“, erklärt Döring. Bereits Anfang des 18. Jahrhunderts, also schon 50 Jahre nach seiner Entstehung, habe es Herzog Anton Ulrich erworben. „Vermeer zählte da noch gar nicht zu den großen Namen der Kunstwelt. Es spricht deshalb für den Kennerblick Anton Ulrichs, dass er das Talent und den Wert erkannte“, so Döring.

Bis heute rätseln die Forscher übrigens, was das diffuse Lächeln des Mädchens zu bedeuten hat: Ist sie tatsächlich das arme Opfer eines Buhlers oder hat sie die Männer vielmehr fest im Griff? Nicht nur Museumsbesucher können dieser Frage jetzt auf den Grund gehen, sondern auch Briefmarkensammler.
Die Deutsche Post hat Vermeers „Mädchen mit dem Weinglas“ in der Reihe „Schätze aus deutschen Museen“ auflegt. Und im Gegensatz zu gewöhnlichen Briefmarken, die sich auch im Internet ausdrucken lassen, gibt es das Meisterwerk nur am Schalter.
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