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Kunst: Frisch, frech, kurzweilig

Die vierte Ausgabe des Walk‘n Art Schülerkulturfestivals zog rund 900 Besucher in ihren Bann.

Von Birgit Leute, 02.06.13

Braunschweig. Die Schirmherrin war sichtlich erleichtert, denn beim 4. Walk‘n Art-Festival am Freitagabend konnten die rund 900 Besucher die Schirme endlich einmal in der Tasche lassen.

„Was Sie aus diesem Festival gemacht haben, ist sensationell“, zollte Kulturdezernentin Dr. Anja Hesse den beteiligten Schulen und dem Förderer des Events, dem Lions Club Braunschweig Klinterklater, bei der Eröffnung denn auch ein dickes Lob. Auch beim vierten Walk’n Art verwandelten Schüler von 20 Braunschweiger Schulen den Platz und verschiedene Veranstaltungsorte rund um die Martinikirche wieder in eine riesige Bühne: Akrobatik, Tanz, Musik, Theater – es ist erstaunlich, was die Jugendlichen alles drauf haben. Und erstaunlich ist auch die Professionalität des Acts.
„Im Unterschied zu den vergangenen Jahren haben wir dieses Mal den Schwerpunkt aufs Theater gelegt“, ordnete Rolf Nitschke vom Lions Club ein. Ein Beispiel dafür: die Performance „Ohne Kohlensäure“ von Schülern der Helene-Engelbrecht-Schule. Wäre es nicht schön, so die Frage ihrer Szenencollage, mal nicht unter Druck zu stehen? Mal machen zu können, was man will – fernsehen, zu spät kommen, ungestraft Graffitis sprühen? Schon, liefern sie gleich darauf die Antwort, aber der Friede ist trügerisch, denn ein Leben „ohne Kohlensäure“ gibt es nicht.
Eine besondere Herausforderung hatte die Band Song & Raum der IGS Franzsches Feld zu meistern. Die Schüler, alte Hasen beim Festival, spielten Songs der 60er und 70er Jahre in der Jakob-Kemenate, die erstmals als Veranstaltungsort bei Walk’n Art mit dabei war. Das Problem: Da das historische Gebäude keinen großen Saal, sondern nur zwei kleinere Räume besitzt, mussten sich Band und Publikum aufteilen und die Musiker – völlig ohne Sichtkontakt – ausschließlich übers Mikro kommunizieren. Auch das wurde von den Jugendlichen mit Bravour gelöst, und sie erhielten begeisterten Applaus.
„Walk‘n Art macht langsam der Kulturnacht Konkurrenz“, resümierte die Kulturdezernentin und versprach: „Zum fünften Geburtstag im nächsten Jahr gibt es ein Geschenk.“
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