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„Kultur ist die Hefe im Teig“

Stiftungsgala im Staatstheater: Opernstars, bewegende Geschichten, Uraufführungen.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 24.10.2010.

Braunschweig. Umwerfend, bezaubernd und in jeder Hinsicht funkelnd: Das Publikum lag der Sopranistin Rebecca Nelsen sofort zu Füßen. Und nicht nur ihr. Das Staatstheater bot gestern ein phantastisches Galaprogramm.

In Zeiten knapper öffentlicher Kassen investiere die Bürgergesellschaft in die Theaterstiftung, freute sich Intendant Joachim Klement. „Und Sie investieren damit in die Zukunft“, sagte er den Besuchern zur Begrüßung. Denn mit den recht teuren Ticketpreisen für diesen Abend würde eine Stiftung gefördert, die ihrerseits dem Theater Unterstützung biete, wenn der eigene Etat an Grenzen stoße. „Kultur ist nicht das Sahnehäubchen auf dem Kuchen, sondern die Hefe im Teig“, betonte Klement die Bedeutung des Theaters bei der Suche nach gesellschaftlich verbindenden Werten.
„Mit ihrer heutigen Gala-Spende tragen Sie zur nachhaltigen Stärkung des Stiftungsvermögens bei“, bedankte sich auch Dietrich Fischer als Vorsitzender der Stiftung, bevor Moderator Georg Renz launig die Gäste in die Zukunft und Vergangenheit schauen ließ: Die Tanzkompagnie unter dem neuen Choreografen Jan Pusch zeigte Ausschnitte aus „Bingo“, eine Produktion, die am kommenden Sonnabend Premiere haben wird.
Dann ging es durch fast 500 Jahre Braunschweiger Theatergeschichte mit bewegenden Geschichten und Erinnerungen an unvergessene Uraufführungen wie „Emilia Galotti“ oder „Iphigenie auf Tauris“. Musikalisch glänzten neben vielen anderen Rebecca Nelsen und Thomas Blondelle, die aus ihren neuen Häusern in Dresden und Berlin angereist waren, viel Applaus gab es für den von Renz als „hauseigenen Startenor“ angekündigten Arthur Shen und die Neuverpflichtung Ekaterina Kudryavtseva. Bei Redaktionsschluss wurde noch gefeiert.
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