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Kreation ganz eigner Mixklänge

Marcel Barsottis Musik kommt beim Filmkonzert zur Filmfest-Eröffnung vom Staatsorchester Braunschweig. Foto: oh

Filmfestival: Sönke Wortmanns „Die Päpstin“ feiert als Filmkonzert Premiere in Braunschweig.

Von André Pause, 14.10.2015.

Braunschweig. Seit 14 Jahren stemmen das Filmfestival-Team und das Staatstheater gemeinsam das Filmkonzert zur Eröffnung des hiesigen Filmfestivals. Dass diese Kooperation etwas Besonderes ist, betonen alle Beteiligten immer wieder gerne.

So selbstverständlich, wie es mittlerweile den Anschein hat, sei diese Zusammenarbeit jedoch nicht, betonte Staatstheater-Generalintendant Joachim Klement: „In dieser Konstellation gibt es das sonst kaum, eigentlich gar nicht.“ Und auch Filmfestival-Direktor Michael P. Aust spricht vom Staatsorchester als wichtigstem kreativen Partner.

Wie beliebt die Kombination aus Kino und dem Staatsorchester als Live-Erlebnis in Braunschweig inzwischen ist, wird am 2. November ab 20 Uhr in der Stadthalle wieder zu beobachten sein. Für den Auftakt des 29. Internationalen Filmfestivals Braunschweig hat Aust einen relativ jungen Film ausgewählt: Sönke Wortmanns Historiendrama „Die Päpstin“ aus dem Jahre 2009. Dem Komponisten der Filmmusik, Marcel Barsotti, widmet das Festival außerdem eine fünf Arbeiten umfassende Retrospektive. Darüber hinaus findet ein zweites Filmkonzert am 5. November im Städtischen Museum statt. Dort werden Farhad Yawaris Stummfilm „Dolphins“ und weitere ausgewählte Filmmusiken aus Barsottis Feder präsentiert.

Mit den Arbeiten des 52-jährigen Schweizers möchte Direktor Aust dem Filmfestival eine noch stärkere jetzige Note in Sachen Musik verleihen. „Wir wollen uns intensiver damit auseinandersetzen, was gerade passiert.“
Barsotti attestiert er, sich auf dem Höhepunkt des Schaffens zu befinden. „Er ist voller Energie, wenn er Musiken schreibt“, so Aust. Dazu sei er einer derjenigen, denen nichts geschenkt wurde, der sich immer wieder im Pitch bewähren musste. Deshalb werde es in den Werkstattgesprächen wohl auch das ein ums andere Mal um die „bösen Geschichten“, „das Kleingedruckte“ im Filmbusiness gehen.

Orchesterdirektor Martin Weller verweist unterdessen auf Marcel Barsottis Gespür für „die Kreation einer ganz eigenen Form von Mixklängen, die er in den Orchesterklang zurückholt“. Live ließen sich diese eigentlich gar nicht darstellen.

Eine weitere Herausforderung für das Staatsorchester unter der Leitung von Helmut Ihmig werde es sein, Barsottis riesiges aus den verschiedensten ethnischen Bereichen stammendes Instrumentarium abzubilden.
Wie es funktioniert, das monumentale Werk in synchronem Einklang mit 85 Minuten komponierter Musik (für die Barsotti gleich mehrfach, unter anderem mit dem „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ ausgezeichnet wurde) wird sich zeigen.

Karten sind ab sofort erhältlich unter Telefon 1 23 45 67 oder staatstheater-braunschweig.de
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