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Kopf erinnert an Reformation

Magnus Kleine-Tebbe neben seiner Skulptur „Solus Christus“. Zur feierlichen Einweihung mit rund 200 Gästen waren auch Oberlandeskirchenrat Thomas Hofer, Pfarrer Lothar Voges und Henning Lange (Prüsse-Stiftung, v.l.) gekommen. Foto: T.A.

Kunstprojekt: Vier Skulpturen entstehen bis zum großen Gedenkjahr 2017.

Von Birgit Leute, 19.10.2014.

Braunschweig. Vier Tonnen schwer und mehr als drei Meter groß: Im Norden des Bienroder See steht seit Kurzem ein Christuskopf. Der Braunschweiger Bildhauer Magnus Kleine-Tebbe fertigte die Skulptur im Vorfeld des Gedenkjahres „500 Jahre Reformation“ an.

2017 jährt sich der Thesenanschlag Martin Luthers zum
500. Mal. Die Braunschweigische Landeskirche wird mit vielen Aktionen an dieses Ereignis erinnern. Ein bereits sichtbares Zeichen ist das Kunstprojekt „500 Jahre Reformation / Luther 2017“ – eine Kooperation zwischen der Landeskirche, der Prüsse-Stiftung und dem Künstler Magnus Kleine-Tebbe.
Bis 2017 wird Kleine-Tebbe insgesamt vier Skulpturen erstellen. Sie alle erinnern an die vier Glaubensgrundsätze, auch „soli“ genannt, Martin Luthers: „sola gratia, sola fide, sola scriptura, solus Christus“. Landmarken gleich werden sie auf dem Gebiet der Braunschweigischen Landeskirche aufgestellt und bilden – von oben gesehen – ein Kreuz.
Die erste Skulptur steht bereits: Am nordwestlichen Ufer des Bienroder Sees wächst aus einem Stamm ein Doppelbildnis: Ein wuchtiger Kopf schaut nach oben in den Himmel, gleichzeitig blickt eine Taube auf die Erde. Es ist die Interpretation Kleine-Tebbes zum Glaubensgrundsatz „Solus Christus“. „Ich wollte eine unmittelbare Verbindung zwischen Mensch und Gott schaffen“, erläutert Kleine-Tebbe. Die Skulptur sei dreigeteilt, so der Künstler: An einem Lebensbaum wächst eine Frucht – Christus. „Er schaue zu Gott, hat aber immer noch ein Ohr bei uns. Ihm zur Seite gestellt ist eine Taube als Helfer.“
350 Stunden hat der Bildhauer für das Kunstwerk aus Obernkirchner Sandstein gebraucht, und eine Idee für das nächste hat er auch schon im Kopf: Der Glaubensgrundsatz „sola fide“ wird durch zwei Engel thematisiert.
„Für viele Menschen ist Gott kein Thema mehr“, stellt Oberlandeskirchenrat Thomas Hofer eine allgemeine Entwicklung fest. Damit hätten sich allerdings der Künstler und die Prüsse-Stiftung nicht abfinden wollen. Nach Willen von Jochen Prüsse sollen die Skulpturen keine vorübergehende Aktion bleiben, sondern „die nächsten 500 Jahre auf die Reformation weisen“. Als Kern wurde deshalb ein besonders haltbarer Edelstahl gewählt.
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