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Konzert: Der Klang der Liebe

Einer der Kandidaten für den vakanten GMD-Posten: Dirigent Christopher Ward. csward.com & Bettina Stöss

Staatsorchester spielt Beethoven und Mahler.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 12.01.2016.

Braunschweig. „Je unglücklicher der Komponist mit seinem Leben oder seinen Frauen ist, umso schöner die Sinfonien“, scherzt Orchesterdirektor Martin Weller mit Blick auf das kommende Sinfoniekonzert. Sonntag (11 Uhr) und Montag (20 Uhr) spielt das Staatsorchester in der Stadthalle Ludwig van Beethovens 4. Sinfonie B-Dur op. 60 und Gustav Mahlers 1. Sinfonie D-Dur.

Beethovens 4. Sinfonie wurde im Herbst des Jahres 1806 vollendet, „also in einer Phase, in der sich Beethoven wegen seiner Liebe zur Comtesse Josephine Brunsvik, verwitwete Gräfin Deym, in einem Hochgefühl befand“, erzählt Weller, was sich besonders im markanten Thema 1 (1. Satz, Allegro) zeige, das sich zu einer „heiteren gefühlsmäßigen Ekstase“ fortspinne. Die Liebe sei direkt zu spüren, die 4. gehöre zu den „lichteren Werken Beethovens“.
Rund 80 Jahre später trat Mahler in die Fußstapfen Beethovens als unumstrittener Meister auf dem sinfonischen Terrain. Eine unerfüllte Liebe soll es gewesen sein, die ihn dazu inspirierte, zwischen 1884 und 1888 seine erste Sinfonie zu Papier zu bringen. Darin verarbeitete er in hochromantischer Stimmung Motive aus den „Liedern eines fahrenden Gesellen“ und ließ sich von Themen wie „Liebe“, „Jugend“ und „Erwachen der Natur“ (inklusive Vogelstimmen) leiten.
Dirigiert wird das Konzert von dem Briten Christopher Ward, der bereits sehr erfolgreich eine Vorstellung der Verdi-Oper „Rigoletto“ am Staatstheater Braunschweig dirigiert hat. Nun wurde er kurzfristig eingeladen, im Rahmen des laufenden Findungsverfahrens für einen Generalmusikdirektor (GMD) das 5. Sinfoniekonzert des Staatsorchesters zu dirigieren. Christopher Ward wurde 1980 in London geboren und ist derzeit 1. Kapellmeister am Saarländischen Staatstheater. Zuvor war er unter anderem vier Jahre lang Assistent von Kent Nagano an der Bayerischen Staatsoper. Er studierte an der Oxford University und der Guildhall School of Music and Drama. Anschließend war er Stipendiat an der Scottish Opera und der Royal Scottish Academy of Music and Drama in Glasgow und später Mitglied des Internationalen Opernstudios Zürich.

Filmkonzert verlegt

Dieses Dirigenten-Auswahlkonzert macht eine kurzfristige Programmänderung notwendig: Das geplante Filmkonzert mit Sergei Eisensteins „Alexander Newski“ und Musik von Sergei Prokofjew wird in die nächste Saison verschoben.
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