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Klassik im Park – keine Starallüren, dafür lieber wirkliche Weltstars

Dr. Frank Woesthoff (Volkswagen Financial Services), Orchesterdirektor Martin Weller und Paul Kunze (Veranstalter Undercover) stellten das Programm vor. Foto: Korth

Picknick mit Puccini und Prosecco: Pfingstmontag spielt das Staatsorchester umsonst und draußen.

Von Marion Korth, 29.04.2017.

Braunschweig. Im achten Jahr von Klassik im Park wird es Zeit für Neuerungen, und die betreffen bei Weitem nicht nur das Programm. Das bewährte Format (auch dieses Mal am Pfingstmontag), das schon bis zu 20 000 Besucher in den Bürgerpark lockte, bekommt einen schöneren Rahmen und Stargeglitzer zur Krönung.

Es ist ein Glücksfall, dass mit Srboljub Dinic der neue Generalmusikdirektor am Braunschweiger Staatsorchester nach drei langen Jahren der Suche gefunden worden ist und er dank persönlicher Kontakte den mexikanischen Tenor Ramón Vargas für Braunschweig begeistern konnte. Vargas weibliches Gegenstück ist die Sopranistin Silvia Dalla Benetta, auch sie ein Weltstar. Hauptsponsor Volkswagen Financial Services machte es möglich und sorgt dafür, dass Klassik im Park weiterhin „umsonst und draußen“ stattfinden kann. (Wer mag, darf gern für die Stiftung „Unsere Kinder in Braunschweig“ spenden.) Dr. Frank Woesthoff, zuständig für Unternehmenskommunikation, ist durch frühere berufliche Stationen dem Theater eng verbunden, sodass ihm die Veranstaltung eine Herzenssache ist. Richtig rund macht sie das Rahmenprogramm, das für alle jungen Besucher außer Musik auch Spiel und Spaß ein bisschen abseits der Bühne nahe der Volkswagenhalle bieten wird.

Sozusagen als Empfangskomitee werden Musiker mit kleineren Kammerdarbietungen die Zuhörer begrüßen, da oder dort hinter Baumgruppen auftauchen und aufspielen, um die Wartezeit bis zum eigentlichen Konzertbeginn zu verkürzen. Orchesterdirektor Martin Weller möchte damit mehr als ohnehin schon nah ans Publikum rücken und die Distanz zu den Musikern aufheben. Denn der Bürgerpark sei schließlich kein Fußballstadion, in dem alle in annähernd gleicher Sichtentfernung zum Geschehen sitzen.

Ein „toller Tag“ soll es laut Programm werden – keine „anmaßende Vorhersage“, wie Weller sagt, auch wenn er und das Staatsorchester dieses Versprechen selbstredend einlösen können. Nein, angespielt wird auf die Vorlage von Beaumarchais zu Mozarts „Hochzeit des Figaro“ mit ebenjenem Titel. Der Opernstoff greift die Bürgernähe auf, die Klassik im Park beseelt und beschwingt. Und das bestimmt auch im achten Jahr …
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