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Karaoke und Manga-Workshops

Die Reihe „Japan [150]“ zeigt vom 16. bis 30. September japanische Alltagskultur.

Braunschweig (h), 14.09.2011.

Lesungen zeitgenössischer Literatur, ein vier Meter hoher Verkaufsautomat, wie er in Japans Städten ist und japanische Modetrends: Unter dem Titel Japan [150] organisiert der Fachbereich Kultur der Stadt vom 16. bis 30. September eine Veranstaltungsreihe über japanische Alltagskultur.

Hintergrund ist ein vor 150 Jahren zwischen dem damaligen Preußen und Japan geschlossene Friedens- und Freundschaftsvertrag. Besonders der jüngeren Generation sollten im Zeitalter der Globalisierung Einblicke in den japanischen Alltag und damit ein Zugang zu diesem Kulturkreis eröffnet werden, erläutert Bianca Winter, Fachbereichsleiterin Kultur.
Die Deutsch-Japanische Gesellschaft habe die Veranstalter gerade auch nach der Katastrophe in Fukushima bestärkt, das Konzept für die Veranstaltungsreihe weiterzuverfolgen. So finden auf dem Domplatz in der pneumatischen Hülle, dem „Küchenmonument“, Lesungen zeitgenössischer japanischer Literatur, Klanginstallationen, Animevorführungen, Karaoke und Manga-Workshops statt.
Außerdem werden die zum gewohnten Stadtbild in Japan gehörenden Jidouhanbaik i– Verkaufsautomaten mit mehr als Metern Höhe, die fast alles für den täglichen Bedarf bereit halten – vor dem Braunschweiger Schloss aufgestellt.
Mit „JapanINszene“ wird in einer Modenschau auf dem Platz am Ritterbrunnen die Vielfalt aktueller japanischer Modetrends gezeigt, die auch den Weg in die westliche Jugendszene gefunden haben. „Auf den ersten Blick geht es um Mode: Schrill, bunt, auffällig. Auf den zweiten Blick geht es jedoch vielmehr um japanische Jugendkultur, und um die gegenseitigen Einflüsse fernöstlicher und westlicher Stile“, erläutert Bianca Winter.
Vertreter der einzelnen Szenerichtungen werden Trends wie „Visual Kei“, „Cosplay“, „Lolita“ und „Decora“ präsentieren. Viktorianische Kostüme sowie japanische Musiker, inspiriert unter anderem von David Bowie, stehen dafür ebenso Pate wie Figuren aus japanischen Mangas, Filmen und Videospielen. Mit einem DJ und japanischer Live-Musik findet im Anschluss an die Modenschau eine J-Pop/-Rock-Party im Roten Saal statt.
Im Roten Saal im Schloss treten im deutschlandweit zweiten Haiku-Slam zwölf Slampoeten gegeneinander an. In der Reihe „clip//schule“ ist Elena Lange, die Sängerin der Gruppe „Stella“, bei Musiker, Autor und DJ Thomas Meinecke, bekannt durch die Reihe „Plattenspieler“ im Berliner „Hebbel am Ufer“, zu Gast. Aktuelle preisgekrönte japanische Filme ergänzen das Angebot im Roten Saal.
Überraschende Einblicke in den japanischen Alltag gibt nach Angaben der Veranstalter ein virtueller Rundgang in der Stadtbibliothek in einer 3D-Animation durch eine ganz gewöhnliche japanische Wohnung in Tokyo, denn japanische Wohnungen unterscheiden sich mit ihrem hohen technischen Standard auf sehr engem Raum –oft nicht mehr als 40 Quadratmeter – grundlegend von deutschen Wohnverhältnissen.
Der Grund: Die meisten der 127 Millionen Einwohner Japans leben und arbeiten in den Metropolen und wählen ihren Wohnraum weniger nach Größe aus, sondern nach pragmatischen Gesichtspunkten wie Lage und Verkehrsanbindung.
Die Veranstaltungsreihe wird am 16. September um 17:30 Uhr auf dem Platz am Ritterbrunnen mit der Taiko-Trommelgruppe „Wadokyo“ aus Düsseldorf eröffnet.
Ab sofort ist ein Flyer mit dem Programm im Kulturinstitut im Schloss, der Stadtbibliothek, der Tourist-Info und in Buchhandlungen erhältlich. Weitere Informationen unter www.braunschweig.de/japan150.
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