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Johnny Logan rockt das Kulturzelt

Johnny Logan spielt heute ab 19 Uhr bei Kultur im Zelt. (Foto: Agentur)

Johnny Logan spielt heute bei Kultur im Zelt – Im nB-Interview gibt der Sänger unter anderem Auskunft über seine Sicht auf das Musikgeschäft.

Von André Pause, 14.09.2013.
In den 80er Jahren feierte der irischstämmige Sänger Johnny Logan seine größten Erfolge. Hits wie „What’s
Antoher Year“ oder „Hold me now“ haben Millionen von Menschen begeistert. Heute Abend (20 Uhr) ist der 59-Jährige bei Kultur im Zelt zu Gast. André Pause hat vorab ein E-Mail-Interview mit ihm geführt.

? Mr. Logan, bis ich die Anfrage für dieses Interview bekam, war mir gar nicht so bewusst, dass Sie noch singen. Wie hat sich das Musikmachen für Sie im Laufe der Jahre, beziehungsweise Jahrzehnte, verändert?

! Das Musikgeschäft ist schneller und härter geworden. Meine Karriere hat mit drei Welterfolgen begonnen. So konnte ich mich weitgehend aus dem harten Musikgeschäft befreien. Ich konnte genau das machen, was mir gefällt. Das ist ein großer Luxus, für den ich sehr dankbar bin. Und der Kreativität und Inspiration sehr zuträglich. Ich war in der ganzen Welt unterwegs und konnte besonders in Südamerika und in den nordischen Staaten große Erfolge feiern. Ich werde immer Musik machen, Musik ist mein Leben.

? Sie sind der bis heute erfolgreichste Teilnehmer des Eurovision Song Contest (ESC). Zweimal, 1980 und 1987, haben Sie als Sänger gewonnen, einmal, 1992, als Komponist. Können Sie verraten, wie Sie dieses, bislang einmalige Kunststück geschafft haben?

! Keines der Lieder wurde tatsächlich für den ESC geschrieben. Ich glaube, das ist das Geheimnis. Meine Lieder handelten immer von mir selbst, von dem, was ich selber erlebt habe, was mich in meinem Leben bewegt hat. Ich habe mich meinem Publikum geöffnet und wurde dafür belohnt.

? Der Contest hat sich bis heute doch erheblich verändert. Wie ist es: Erkennen Sie „Ihren“ Wettbewerb noch wieder? Welchen Stellenwert hat die Veranstaltung heutzutage für Sie, fiebern Sie noch mit?

! Natürlich hat sich die Bedeutung des ESC im Laufe der Jahre unheimlich verändert. Zum einen durch die gesellschaftlichen Veränderungen in Europa, zum anderen natürlich auch durch die vollkommen veränderte Fernseh- und Medienkultur. Aber der ESC ist noch immer eine Riesenparty, eine Bühne, auf der sich die Staaten Europas präsentieren können. Darüber hinaus ist der Wettbewerb ein Sprungbrett für viele Künstler. Und, ja – ich fiebere immer noch mit! Etwas schade finde ich allerdings, dass sich die unterschiedlichen Kulturen in der Präsentation kaum noch wieder finden, und dass Show und Provokationen dem Fernsehpublikum mittlerweile wichtiger geworden sind als die Musik und die gesanglichen Qualitäten der Interpreten.

? Könnten Sie sich vorstellen, noch einmal dort teilzunehmen?

! Wenn ich der Meinung bin, den für mich richtigen Titel gefunden zu haben, und man mich fragt, warum nicht? Aber weniger als Sänger sondern eher als Komponist.

? Wer sich Ihre neue Single „Prayin’“ anhört, stellt fest, dass sich Ihre kraftvolle Stimme kaum verändert hat. Wie machen Sie das, was tun Sie für Ihre Stimme?

! Gesunde Ernährung, ausreichend Sport und ein ausgeglichenes verantwortungsbewusstes Leben. Es ist wie bei allem im Leben, es gehört auch beim Singen viel Disziplin und harte Arbeit dazu. Talent alleine reicht höchstens für den kurzfristigen Erfolg.

? Ihre größten Erfolge haben Sie mit gefühlvollen Songs gefeiert. In den letzten Jahren haben Sie Ihren Fokus zudem verstärkt auf die irische Musik gelenkt, drei Alben in diesem Genre veröffentlicht. Eine Herzensangelegenheit?

! Natürlich, im Herzen habe ich die irischen Wurzeln und in dieser Musik fühle ich mich zu Hause. Es ist mir ein tiefes Bedürfnis, mein Publikum daran teilhaben zu lassen. Gern trage ich die Musik meiner Heimat in die Welt und empfinde eine große Befriedigung, dass mich ein so großes begeistertes Publikum dabei begleitet.

? Vor diesem Hintergrund: Was erwartet die Besucher in Braunschweig?

! Mein Auftritt in Braunschweig präsentiert natürlich zum einen Stücke von meinen letzten drei Alben mit irischer Musik. Zum anderen werde ich es mir nicht nehmen lassen, auch die Hits zu präsentieren, die meine Karriere begründet haben. Das Zelt wird rocken, das garantiere ich!
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