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Joels symphonische Highlights

Abschiedsvorstellung des Generalmusikdirektors lockte 20 000 Besucher zu Klassik im Park.

Von André Pause, 11. Juni 2014.

Braunschweig. Das Burgplatz-Open-Air und Klassik im Park (KiP) – dies seien doch die letzten richtigen Abenteuer im heutigen Europa, unkte der launig moderierende Orchesterdirektor Martin Weller.
Nun ja: Zumindest der Wettergott beschenkte die Abschiedsvorstellung von Generalmusikdirektor Alexander Joel am Pfingstmontag im Bürgerpark mit subtropischen Rahmenbedingungen.

Rund 20 000 Besucher kamen zur mittlerweile fünften Auflage von KiP und verwandelten die Grünflächen hinter der Volkswagenhalle zur größten Picknickwiese der Stadt. Eine ausgefeilte Übertragungstechnik sorgte dafür, dass auch die Besucher auf den hinteren Plätzen in den Genuss von Musik und Bild kamen.
Auf dem Programm standen dieses Mal „Joels Symphonic Highlights“: Keine kompletten Symphonien und Konzerte also, sondern einzelne populäre Sätze als griffiges gut zweistündiges „Best of“. Den Auftakt machte Rezniceks Ouvertüre zu „Donna Diana“, gefolgt von Schostakowitschs „Più mosso“ aus dem Violoncello-Konzert in Es-Dur und Mozarts „Rondo: Allegro“ aus dem Klarinettenkonzert.
Die musikalische Abwechslung stand im Vordergrund dieses Nachmittags mit Tönen von Antonín Dvorák, Leroy Anderson, Johannes Brahms und Hector Berlioz. Nach der Pause ging es dann weiter mit einem emotionalen Wechselbad: Arbeiteten sich die Instrumente in Georg Philipp Telemanns „Vivace“ aus dem Trompetenkonzert D-Dur auffallend angeregt und fein ziseliert zu, so wippte die Stimmung in Jenö Hubays „Hejre Kati“ (Csardas) sukzessive von zarter Melancholie zur größtmöglichen Aufhellung. Dramatisch und pompös dann der Schluss des offiziellen Programms mit Sätzen von Modest Mussorgski und Maurice Ravel. Im Zugabenteil gab es unter anderem „Nessun dorma“ – als einzige Gesangsnummer – von Arthur Shen.
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