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Jetzt beginnt die Arbeit richtig

Die Initiative „Haus der Kulturen“ freut sich über Angebot der Stadt – Vereinsgründung geplant.

Von Alexandra Wolff, 20.04.11

Braunschweig. Dass Braunschweig ein Haus der Kulturen bekommt, freut die Initiative „Haus der Kulturen“. Seit Freitag ist es amtlich und auch ein Gebäude ist gefunden: Der ehemalige Nordbahnhof am Mittelweg soll zum interkulturellem Treffpunkt werden.

Nicht nur Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann und die CDU in der Stadt, die seinen Vorschlag begrüßt, zeigen sich mit der Wahl zufrieden. „Schön, dass die Stadt auf unser Anliegen reagiert hat“, strahlt Cristina Antonelli, die stellvertretende Sprecherin der Initiative.
Das historische, sanierte Gebäude befindet sich insgesamt in einem sehr guten Zustand, geplant sei aber ein behindertengerechter Umbau. Qualität und Lage des Gebäudes würden die hohe Wertschätzung sichtbar machen, die die Stadt Braunschweig den Vereinen der Migranten und der Integrationsarbeit beimisst. Für Koch-, Musik- und Sprachkurse, private und kulturelle Veranstaltungen soll das Haus über drei Etagen zur Verfügung stehen. „Im Wesentlichen sind aber das Erd- und das erste Obergeschoss dafür gedacht“, so Adrian Foitzik von der Pressestelle der Stadt. Die Fläche bemesse sich auf etwa 770 Quadratmeter, es gebe einen Saal mit eingebauter Technik, einen weiteren kleineren Saal, drei Schulungsräume, drei Büros sowie eine Küche..
Die Arbeit der Initiative hört nach diesem erreichten Ziel noch lange nicht auf: „Unsere Initiative soll nun ein Verein werden“, erzählt Sprecherin Adama Logosu-Teko. „Und als Verein streben wir dann die Trägerschaft des Hauses der Kulturen an. Mit diesem Haus wollen wir die Migranten aus den negativen Schlagzeilen holen. Sie bringen doch so viele Kompetenzen und Ressourcen mit, können alle mehrere Sprachen – kurz: Es gibt reichlich gute Vorbilder unter ihnen.“ Außerdem gelte es, das Konzept umzusetzen und zu überlegen, wie der zukünftige Verein das Haus bewirtschaften kann, sagt Evelyn Drewes, Mitglied der Initiative.
„57 Vereine gehören unserer Initiative an“, so Logosu-Teko. Darunter sind welche mit Bezug zu Afrika, Südamerika, Asien und verschiedenen europäischen Ländern, von der Schweiz über Spanien bis Jugoslawien, von Portugal über Frankreich bis Italien. Jüdische, wie islamische Gemeinschaften, aber auch Gruppen ohne internationalen Bezug wie die Freiwilligenagentur Jugend-Soziales-Sport, die Stadtteilentwicklung Weststadt oder die Berufsfeuerwehr sind mit im Boot.
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